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Kindergesundheit:Arme Kinder atmen schmutzigere Luft

Wer kann, zieht in gesunde Gegenden: Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern sind höheren Umweltbelastungen ausgesetzt.

Kinder aus sozial schwachen Familien sind Umweltbelastungen stärker ausgesetzt als der Nachwuchs aus wohlhabendem Haus. Dies zeigt eine Studie von Umweltmedizinern der Universität Bochum. Sie untersuchten zunächst drei Orte in Nordrhein-Westfalen, in denen die Grenzwerte für Luftschadstoffe oft überschritten wurden. Aber die Verunreinigungen verteilten sich nicht gleichmäßig in den Stadtteilen.

Kinder und Umweltbelastungen

Spielen neben Schloten: Sozial schwächere Kinder atmen schmutzigere Luft.

(Foto: Foto: ddp)

"In ein und demselben Stadtviertel kann man sowohl in hoch belasteten Gebieten wohnen als auch in Gebieten, in denen nur eine Hintergrundbelastung messbar ist", betont Studienleiter Michael Wilhelm. So lag die Staubkonzentration im Duisburger Stadtteil Bruckhausen zwischen unter 50 Mikrogramm und 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Um die Folgen der Belastung zu klären, untersuchten die Forscher fast 1.000 Vorschulkinder aus verschiedenen Stadtvierteln.

Resultat: Der Nachwuchs von Eltern, die einen niedrigen Bildungsstand haben, arbeitslos oder arm sind, leiden nach Angaben der Universität besonders häufig unter stärkerer Luftverschmutzung.

"Es ist ganz einfach", sagt Wilhelm. "Wer es sich leisten kann, zieht aus den Gegenden mit starker Luftverschmutzung in direkter Nachbarschaft zum Werk weg. Die, die es sich nicht leisten können, sind die, die zurückbleiben."

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