Karl MayKampf um eine Legende

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Karl May war für Millionen Jugendliche ein Held, in der Villa Shatterhand in Radebeul ist er es immer noch. Bis ein neuer Museumsdirektor auftauchte, um mit einigen Mythen aufzuräumen.

Von Antonie Rietzschel

Der Mann, der Karl May war, setzte sich 1896 einen breitkrempigen Hut auf den Kopf, zog sich eine Jacke mit Fransen an und Lederhosen. So ließ er sich in seinem Wohnhaus in Radebeul, der Villa Shatterhand, fotografieren. In der Hand hielt er die Silberbüchse. Das Gewehr sieht schwer aus in den zarten Händen dieses Mannes, der behauptet, Old Shatterhand zu sein, der Held seiner Erzählungen. Ein "Westmann", geübt im Faustkampf, Blutsbruder vom Apachen-Häuptling Winnetou, der später auch den "Orient" bereiste. Die Fotos sollen damals den Mythos nähren und waren doch nichts anderes als ein Fake. Die USA und den Nahen Osten bereiste Karl May erst sehr viel später. Vielleicht war er ein Hochstapler oder aber ein Marketing-Genie.

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