Deutscher AlltagMit den Händen sehen

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Luis Murschetz.
Luis Murschetz. Rumpf, Stephan

Der flüchtige Geist der SZ: Die Karikaturen von Luis Murschetz waren nicht nur Wochenendkunstwerke, sondern auch Ankerpunkte der gedruckten Zeitung.

Von Kurt Kister

Als es noch nicht so viele Autos, E-Bike-Rudel und Wohnmobile gab, war Glurns im Südtiroler Vinschgau eine fast romantische Stadt. Wenn man sich die Frühlings-, Sommer- und Herbsttouristen wegdenkt, leben keine 1000 Menschen in Glurns. Innerhalb einer wohlerhaltenen Stadtmauer reiht sich ein mittelalterliches Haus an das nächste, und die Laubengasse aus dem frühen 14. Jahrhundert ist auf eine stille Weise spektakulär. Wenn ich nach Glurns komme, gehe ich fast immer auf den Friedhof um die St.-Pankraz-Kirche. Da liegt seit 2009 der aus Glurns gebürtige, in Innsbruck gelebt habende Paul Flora, ein Künstler, der Raben so gut, so oft und so treffend zeichnete, dass man meinen könnte, Gott oder die Evolution hätten sich die Raben bei Flora abgeschaut und nicht umgekehrt. Natürlich war Flora viel mehr als die Raben, er hat in Tausenden Blättern das Theatrum Mundi gezeigt, und er hat sogar für die sehr nördliche Zeit 15 Jahre lang Vignetten und Karikaturen gezeichnet.

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