Historie„Käte hab’ ich immer für einen Mann gehalten“

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Unter den Platzhirschen der SPD (ab dem Zweiten von links): Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt und Käte Strobel 1968 auf dem Bundesparteitag in Nürnberg.
Unter den Platzhirschen der SPD (ab dem Zweiten von links): Willy Brandt, Herbert Wehner, Helmut Schmidt und Käte Strobel 1968 auf dem Bundesparteitag in Nürnberg. Roland Witschel/picture-alliance/dpa

Käte Strobel, erste Bundesministerin der SPD, ist eine der wenigen prägenden Politikerinnen aus den Anfängen der Bonner Republik. Kaum jemand erinnert sich noch an sie. Warum eigentlich nicht? Ihre Geschichte erzählt viel über Frauen und Macht.

Von Nadja Lissok

Man sieht die Szene vor dem inneren Auge: Die Männer sitzen um einen dunklen Eichentisch, es riecht nach Kaffee und kaltem Zigarettenrauch. Sie lockern die Krawatten, lehnen sich zurück – für heute fertig mit der Politik. „Ich wüsste noch einen schönen Witz, aber der ist eigentlich nichts für Frauenohren“, soll Willy Brandt gesagt haben. „Käte, hör halt mal weg!‘ „Wieso?“, ruft Helmut Schmidt, „Käte hab’ ich immer für einen Mann gehalten!“

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