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Junge Mittelschicht:Kinder, ihr sollt es mal besser haben

Auf Kindheitsbildern aus den Achtzigerjahren wirkt alles noch so unbekümmert. Doch mit der Sorglosigkeit ist es lange vorbei.

(Foto: privat)

Dieses Versprechen konnte früher jede Generation an die nächste geben. Warum sich nach 1975 Geborene heute schwertun, den Lebensstandard der Eltern zu erreichen oder gar zu übertreffen.

Von Max Scharnigg

Es gibt dieses Foto, das so ähnlich in vielen Familien zu finden ist: Darauf zu sehen ist die BRD in Polaroid-Farben und meistens Papa mit Bart und Schubkarre beim Pflastern der Hofeinfahrt. Mama dahinter: schwanger, winkend, irgendwas im Haar. Beide sind da immer jünger als man selbst, trotzdem schon weiter in der Lebensplanung, selbstbewusster im Umgang mit großen Maschinen und großen Entscheidungen. Das vielleicht Surrealste: Die Menschen auf dem Foto sind auf eine Art unbekümmert, die einem heute fast fahrlässig erscheint. Einfach so mit 27 die Zukunft pflastern? Sieht man als erwachsenes Kind dieses alte Bild, lacht man über den Bart und denkt still für sich: Wie zum Teufel habt ihr das eigentlich geschafft?

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