JapanSound of Silence

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Musik hören wird zur Andacht in einem Ongaku Kissa wie dem „Café Lion“ in Tokio, in dem konsequent nur Klassik aufgelegt wird.
Musik hören wird zur Andacht in einem Ongaku Kissa wie dem „Café Lion“ in Tokio, in dem konsequent nur Klassik aufgelegt wird. David Pfeifer

An vielen Orten der Welt ist Musik Nebensache, sie plätschert aus Boxen im Supermarkt oder soll Bettler aus dem öffentlichen Raum vertreiben. In Japan aber gibt es die Tradition der Cafés, in denen Musik alles ist. Auch ein Mittel gegen digitale Vereinsamung.

Von David Pfeifer

Wer Musik liebt, muss Tokio lieben. Einsamkeit ist ein Problem der japanischen Gesellschaft, seit 2021 gibt es ein Einsamkeitsministerium, und obwohl 36 Millionen Menschen in Tokio leben, kann man sich im Gegensatz zu Delhi oder Brasília so einsam fühlen wie am Nordpol. Wenn da nicht die Musik wäre – und zwar geschmackvoll ausgesuchte, liebevoll arrangierte und auf möglichst hohem Niveau abgespielte Musik, wo immer man hinkommt. Solche Musik kann Trost sein, manchmal sogar Heimat.

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SZ PlusVon Malte Ritter (Text) und Felix Weiß (Fotos)

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