Einsamkeit in Japan:"In mir drinnen tobte der Sturm"

Einsamkeit in Japan: Tettyo Saito bei dem Treffen für das Interview in Tokio.

Tettyo Saito bei dem Treffen für das Interview in Tokio.

(Foto: Thomas Hahn)

Die unglaubliche Geschichte von Tettyo Saito, der sechs Jahre als Hikikomori, Zurückgezogener, in seinem Zimmer lebte - und nun ein gefeierter Schriftsteller in Rumänien ist. Die Sprache? Lernte der Japaner in den Jahren seiner Einsamkeit. Das Land selbst hat er nie besucht.

Von Thomas Hahn, Tokio

Tettyo Saito ist gerettet. Seine Angst vor der Welt ist weg, anders kann es nicht sein, sonst hätte er nicht selbst vorgeschlagen, sich im Zentrum Tokios zu treffen, im Café eines großen Buchladens, mitten am Tag, wenn viel los ist. Der Buchladen liegt in einem dieser Hochhaus-Paläste des Stadtteils Marunouchi, die mit ihrer grauen Riesenhaftigkeit faszinierend und einschüchternd zugleich wirken. Als Tettyo Saito noch ein Hikikomori war, also ein Zurückgezogener, der sich nur in seinen eigenen vier Wänden sicher fühlte, wäre er bestimmt nicht auf die Idee gekommen, hier jemanden zu treffen - wenn er überhaupt jemanden getroffen hätte, den er nicht kennt.

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