Historie:Wie der Krieg nach Italien kam

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Mai 1944: Das zerstörte Kloster Monte Cassino am Tag der Eroberung durch die Alliierten. (Foto: SZ Photo/SZ Photo)

Die Kriege der Gegenwart zeigen einmal mehr, wie Gewalt und Waffen alles zerstören - Menschen, Gebäude, Natur. So war es auch 1944 in Montecassino. Doch wenig später, in Orvieto, kam es durch den Mut eines Einzelnen ganz anders.

Von Marc Beise, Montecassino/Orvieto

Der heilige Benedikt steht im Kreuzgang, die Arme zum Himmel gestreckt. So soll er hier auf dem Monte Cassino gestorben sein, am 21. März 547. Vierzig Jahre lang hatte der Mann aus Umbrien im italienischen Süden gelebt, auf diesem Berg im Hinterland von Neapel. Hatte Menschen um sich geschart, einen Orden gegründet, Bäume gepflanzt und ein Kloster gebaut. Praktisch veranlagt, wie er war, funktionierte er einen bereits vorhandenen, römischen Tempel zum Bethaus um, damit begann es. Als er seine Kräfte schwinden spürte, ließ er sich noch einmal in die Kirche bringen, so ist es überliefert, und hat die Arme eben so zum Himmel erhoben, wie es ihm seine Statue jetzt nachmacht.

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