Hochzeit Wohin mit dem Hund?

Während sich in Standesamt und Kirche meist alle an klar geregelte Abläufe halten, sieht Hundecoach Lilli Guth vor allem bei der Feier im Anschluss Schwierigkeiten: "Viele Verhaltensweisen, die für Hunde natürlich sind, müssen sie bei einer Hochzeit unterdrücken", sagt Guth. Leckere Häppchen zum Beispiel werden oft direkt auf Augenhöhe eines Vierbeiners serviert - anknabbern verboten. Offenstehende Türen laden den Hund zum Abhauen ein. Und wenn das Tier an einem Gast hochspringt, sind der schicke Anzug oder das Seidenkleid schnell ruiniert.

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Hundecoach Guth rät Paaren deshalb, sich vorher gut zu überlegen, ob der Hund wirklich bei der ganzen Hochzeit dabei sein muss - oder nach dem Fototermin zu Hause mit einem Aufpasser besser aufgehoben ist. "Das Brautpaar hat an diesem Tag unzählige Verpflichtungen und eigentlich keine Zeit für den Hund."

Nebenraum für den Hund

Wenn das nicht möglich ist, hat Guth drei Ratschläge für den großen Tag: Am Ort der Feier sollte ein ruhiger Nebenraum, der auch für Kinder nicht erreichbar ist, für den Hund reserviert werden. "Am besten eine Decke mitbringen, die er kennt", sagt Guth. Dafür müsse das Tier aber vorher gelernt haben, längere Zeit ohne seine Besitzer alleine zu bleiben - etwas, das bei Weitem nicht alle gewöhnt sind.

Außerdem regt Guth an, für den Tag der Feier einen Hundesitter zu engagieren, der den Hund für das Brautpaar im Blick hat, zwischendurch mit ihm Gassi geht und sich um Wasser und Futter kümmert. Und während alle anderen Gäste für die lange Party ausgeschlafen sein werden, sollte der Hund an diesem Tag möglichst müde sein, rät Guth. Sie empfiehlt die Tage zuvor - und am besten noch am Morgen der Hochzeit - sehr lange Spaziergänge, damit der Hund während des Fests im Idealfall viel schläft und nicht auf dumme Gedanken kommt.

Eine Sorge jedenfalls kann die Trainerin Hundehaltern nehmen: "Ihr Hund nimmt es Ihnen nicht übel, wenn er an diesem Tag nicht mit dabei ist." Darüber machten sich einige ihrer Kunden Gedanken, sagt Guth - ihrer Meinung nach zu unrecht: Was für Hochzeitspaare der wichtigste Tag im Leben sei, sei für den Hund "nur ein Tag, an dem alle anderen furchtbar aufgeregt sind".

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