Der Mann trägt eine feldgraue deutsche Uniform und eine Kamera um den Hals. Man übersieht ihn leicht, denn in dem Moment, in dem er in der Szene auftaucht, sind alle Augen auf einen anderen gerichtet, der gleich erschossen werden soll. Es ist der 1. Mai 1944, in Athen. Die deutschen Besatzer haben 200 Geiseln auf einen Exekutionsplatz gebracht. Einer der Griechen ist aus der langen Reihe getreten, scheinbar furchtlos steht er da, Auge in Auge mit dem deutschen Kommandanten. Der will diesem einen von 200 Männern eigentlich noch das Leben schenken, weil er ihn als Übersetzer schätzen gelernt hat. Der Auserwählte – mit dem Vornamen eines Feldherrn: Napoleon – soll dafür nur einen anderen Todeskandidaten benennen. Doch der Grieche verweigert sich dem vergifteten Gnadenangebot.
HistorieAls der Terror nach Hellas kam
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Täter-Fotos: Griechische Geiseln auf dem letzten Weg, Athen, 1. Mai 1944
Griechisches KulturministeriumEin Fund von Fotos, die ein Kriegsverbrechen der Wehrmacht im Mai 1944 zeigen, wühlt Griechenland auf. Einmal mehr erinnert sich das Land an die Schrecken der deutschen Besatzung.
