München liegt in Trümmern, der Krieg ist 1946 noch nichts, was im Gedächtnis abgelegt wäre. Es gibt Lebensmittelkarten, Zuzugsscheine, die US-Militärregierung verleiht dem Frieden ein bürokratisches Korsett. Auch die „Wiedergutmachung“ des NS-Unrechts soll beginnen. Als „Staatskommissar für rassisch, religiös und politisch Verfolgte“ wird Philipp Auerbach eingesetzt, ein KZ-Überlebender. Vor seinem Büro in der Münchner Holbeinstraße stehen Hunderte Schlange: „Displaced Persons“, Menschen ohne Heimat, Verschleppte, aus den Lagern Befreite. Die meisten wollen nicht im Land ihrer Peiniger bleiben, sie hoffen auf Amerika oder einen Weg nach Palästina.
HistorieGerettet in Griechenland
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Von den Nazis aus München gejagt, fand der Chemiker Georg-Maria Schwab Aufnahme in Athen. Die Rückkehr musste er sich erkämpfen – und schwieg über das Exil, wie viele, die wieder heimkamen. Eine Spurensuche.

Historie:George Washington und das Mädchen mit den Sommersprossen
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