Nur wenige Akte des Widerstands, des Widerspruchs aus dem Konzern sind dokumentiert. Im Februar 1940 schreibt jemand mit Kreide in Sütterlin auf eine Bochumer Werkstür: „England siegt!!!“ Und darunter, von unbeholfenerer Hand, fügt ein anderer hinzu: „Sehr richtig.“ Doch England würde nicht siegen, jedenfalls nicht in naher Zukunft, wie die anonymen Schreiber noch hofften. Anfang Juni 1940 war Frankreich verloren, rettete Großbritannien mit knapper Not seine Soldaten aus Dünkirchen. Sie, und mit ihnen die Freiheit, würden zurückkehren, Jahre später. Bis dahin freilich lagen die Stadt Bochum und das gewaltige Stahlwerk, das 1842 als „Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation“ gegründet worden war, in Trümmern.
HistorieNacht über Bochum
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Ein spektakuläres Fotobuch aus dem Krupp-Archiv zeigt den Weg eines deutschen Stahlkonzerns von der Weimarer Republik bis zur Unterwerfung unter das Naziregime.
Von Joachim Käppner