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Heiratsantrag mit Hilfe von Zach Braff:Die trauen sich was

Vom Selfmade-Musical bis zum Sprung vom Dach: Um ihrer Liebsten ein "Ich will" abzuringen, denken sich Männer die verrücktesten Aktionen aus. So wie Matt Hulbert, der kurzerhand den Schauspieler Zach Braff für einen Heiratsantrag engagierte.

Es gab Zeiten, da war eine Verlobung ganz einfach. Der Mann bat den Vater der künftigen Braut um seinen Segen und musste anschließend nur noch die Auserwählte selbst fragen. Heute genügt es vielen nicht mehr, auf die Knie zu gehen oder einen Ring in ein Sektglas plumpsen zu lassen. Kreativität ist gefragter denn je. So manche besinnen sich dabei auf die Hobbys ihres Partners, um die lebensverändernde Frage so persönlich und einzigartig wie möglich zu gestalten.

Der Brite Matt Hulbert holte sich über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com für seinen Antrag Hilfe von Zach Braff. In einem einminütigen Video, das Matt Anfang Juli seiner Freundin Janice vorspielt, sagt der Independent-Filmemacher und "Scrubs"-Darsteller Braff zu ihr: "Matt weiß, dass er nicht der Rockstar geworden ist, der er dir versprochen hat zu werden. Er hofft, dass du darüber hinwegsehen kannst und möchte, dass du bitte in Erwägung ziehst, seine Frau zu werden, seine Braut." Im Anschluss zeigt ihr Matt lauter kurze Einspieler von Familie, Freunden und Haustieren, die "Sag Ja!"-Zettel in die Kamera halten - darunter läuft ein Lied, das Matt für sie geschrieben hat. Der Videomitschnitt des Antrags ist auf Youtube inzwischen mehr als 1,5 Millionen Mal angeklickt worden.

Oder der Amerikaner Hector "Tank" Martinez: Ende Januar hatte der leidenschaftliche Motorradfahrer nahe Los Angeles mit etwa 250 Bikerkollegen den gesamten Freeway blockiert, um seiner Freundin mitten auf der Fahrbahn die Frage aller Fragen zu stellen. Rosaroter Abgas-Qualm und eine jubelnde Menschenmenge machten diesen Tag für Martinez' überraschte Verlobte wohl unvergesslich. Allerdings nicht nur: Da man auch in den USA nicht einfach mal den Freeway blockieren darf, endete die Aktion für den Brautwerber und drei seiner Helfer auf dem Polizeirevier.

Dass ungewöhnliche Heiratsanträge nicht unbedingt die Grenzen der Legalität überschreiten müssen, bewies vor kurzem der Physiker Brendan McMonigal. Der Australier publizierte eine Studie zum "Zweikörperproblem", in dem er die nicht enden wollende, gegenseitige Anziehung zwischen sich und seiner Angebeteten Christie als physikalisches Phänomen abhandelte. Im anschließenden Fazit formulierte er schließlich den Antrag - ganz wissenschaftlich: "Die Ergebnisse dieser Studie heranziehend, stellt der Autor Christie den Antrag, diese Studie auf unbegrenzte Zeit fortzuführen."