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Glücksspiele - München:Lotto Bayern spürt Corona-Folgen

Bayern
Lotto-Kugeln liegen auf einem Lottoschein. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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München (dpa/lby) - Auf der Suche nach dem großen Glück und/oder einem dicken Batzen Geld haben Lotto-Spieler in der Corona-Krise ihr Verhalten den Pandemie-Umständen angepasst. Manche seien auf Mehrwochen-Scheine ausgewichen, um nicht so häufig in die Annahmestelle kommen zu müssen, teilte ein Sprecher von Lotto Bayern mit. "Allerdings haben auch viele im Internet gespielt. Hier haben wir einen Anstieg wahrgenommen." Viele Annahmestellen hingegen hätten vorübergehend und mit entsprechenden Einbußen schließen müssen. Weil weniger Menschen in die geöffneten Annahmestellen kamen, sank auch der Losverkauf. "Zudem sind die Losboxen auf den Verkaufstresen wegen der Hygienemaßnahmen nicht mehr so gut sichtbar", so der Sprecher.

In der Zeit von Mitte März, als die strengsten Corona-Beschränkungen einsetzten, bis Mitte August sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 491,5 Millionen Euro gestiegen. Ob die Menschen nun gerade in Krisenzeiten ihr Glück versuchen oder Geld mangels großer Shoppingmöglichkeiten übrig hatten, darüber könne nur spekuliert werden. "Eine große Rolle spielt bei den Umsätzen immer, wie hoch der Jackpot gerade ist", erläuterte der Sprecher. "So hat es uns sehr geholfen, dass der Jackpot bei der internationalen Lotterie Eurojackpot auf 90 Millionen angewachsen war, bevor er am 1. Mai geknackt wurde." In einer Jackpotphase werde immer mehr gespielt.

Während Glücksspiel auf der negativen Seite die Gefahr einer Sucht birgt, hat die Sache auch eine gute Seite: Geld aus den Einnahmen fließt nämlich in den Staatshaushalt. Damit kann der Freistaat unter anderem soziale, kulturelle oder Sportprojekte fördern. So ist die Staatliche Lotterieverwaltung in Bayern mit Sitz in München auch dem bayerischen Finanzministerium unterstellt.

Seit Jahresbeginn konnten schon zehn Menschen über einen Lotto-Millionengewinn jubeln, wie der Sprecher mitteilte. 97 Gewinner hätten heuer bislang mindestens 100 000 Euro kassiert. Allein 50 Großgewinner kamen den Angaben zufolge aus Oberbayern.

Immer wieder kommt es dem Sprecher zufolge auch vor, dass Gewinne nicht abgeholt werden. "Derzeit suchen wir nach dem Gewinner unserer BayernMillionen." Am 21. Dezember 2019 um 11.30 Uhr habe der Spieler in einer Annahmestelle im Raum Memmingen einen Spielauftrag abgegeben, der ihn zum Millionär bei der Lotterie BayernMillionen machte. "Das Problem dabei ist nur: Er weiß noch nichts davon." Die gute Nachricht: Derjenige hat bis Ende 2023 Zeit, sich zu melden.

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