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Gesellschaft - Frankfurt am Main:Soziologin: An Kopftuch wird "Fremdheit" festgemacht

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Debatte um das muslimische Kopftuch ist nach Ansicht der Gießener Soziologin Naime Cakir auch ein Indikator für Abgrenzung. "Daran wird Fremdheit festgemacht", sagte die Wissenschaftlerin am Dienstag am Rande einer Veranstaltung über "deutschen Islam" in Frankfurt. "Es nervt, aber anscheinend besteht ein Bedarf", sagte Cakir über die Debatte, ob muslimische Frauen und Mädchen an Arbeitsplatz, Universität oder in der Schule Kopftuch, Hijab oder ähnliche Kopfbedeckungen tragen dürfen.

"Jede Frau hat die Freiheit, über das Kopftuch zu entscheiden - und damit sollte die Debatte beendet sein", meinte Said Barkan, der hessische Landesvorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

In Frankfurt findet am Mittwoch am Forschungszentrum Globaler Islam der Goethe-Universität eine Podiumsdiskussion über das islamische Kopftuch statt. Bereits im Vorfeld kam es zu Anfeindungen und Proteste. Wenn Kopftuch-Gegnerinnen wie Alice Schwarzer und Kopftuch-Trägerinnen wie Khola Maryam Hübsch diskutieren, sind auch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen geplant.