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Gesellschaft - Dresden:Bündnis gegen Rassismus macht in Sachsen mit Plakaten mobil

Dresden (dpa/sn) - Das Bündnis gegen Rassismus will in Sachsen mit Plakaten für mehr Menschlichkeit werben. Nach einer ersten Aktion am Wochenende gaben die Organisatoren am Dienstag Details zu ihrem Projekt unter dem Motto "#100ProzentMensch" bekannt. "Die Kampagne macht Menschen in ihrem Alltag darauf aufmerksam. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freunden: Überall werden unsere Plakate sichtbar sein und dazu auffordern, sich für Menschlichkeit und gegen Diskriminierung einzusetzen", hieß es.

Dabei wird Rassismus nicht auf die Herabsetzung von Menschen aus anderen Ländern oder Kulturkreisen reduziert. "Abseits öffentlich wahrnehmbarer rassistischer Gewalttaten und Übergriffe erleben Menschen in Sachsen tagtäglich Benachteiligung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Sie werden herabwürdigend behandelt und erfahren Diskriminierung durch Ämter und Institutionen sowie rassistische Sprüche auf der Straße und bei der Arbeit", hieß es. Auf diese Formen des Rassismus wolle die Kampagne aufmerksam machen.

"In unseren Stärken und Schwächen, in unserem Aussehen, in unserem Glauben und unseren Geschlechtern sind wir unterschiedlich. Doch in unseren Rechten sind wir gleichwertig. Wir sind alle hundert Prozent Mensch", erklärte Mitorganisator Gerardo Palacios. Demokratie lebe von einer starken Zivilgesellschaft, die sich tagtäglich für Offenheit und Toleranz einsetzt.

Dem 2017 gegründeten Bündnis gehören nach eigenen Angaben mehr als 40 Initativen, Gewerkschaften, Verbände und andere Organisationen an.