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Gesellschaft - Callenberg OT Reichenbach:Premiere: Erstes Ja-Wort in neu erbauter Hochzeitskapelle

Callenberg (dpa/sn) - Auf diesen Tag haben Tino Taubert und seine Frau Vivienne lange hingefiebert: Am Freitag ist in ihrer Hochzeitskapelle in Callenberg (Landkreis Zwickau) das erste Paar getraut worden. In dem nach Angaben der Besitzer ersten religionsfreien Kirchenneubau Deutschlands gaben sich die 24 Jahre alte Debora Lautenschläger und die 15 Jahre ältere Nadine Oltersdorf aus Lichtenstein im Erzgebirge vor einem brennenden Kamin das Ja-Wort.

45 Hochzeitsgäste waren in der privaten Kapelle, die bis zu 70 Personen Platz bietet. Das Paar hatte sich erst Ende November für die Trauung dort angemeldet. "Das hat uns gleich zugesagt. Es hat das Flair einer Kirche, ist aber keine Kirche", sagte Lautenschläger.

Seit 1. Dezember dürfen in dem im Renaissance-Stil erbauten Gebäude amtliche Trauungen vorgenommen werden. Die Hochzeitskapelle ist seit Monatsbeginn Außenstelle des Standesamtes Hohenstein-Ernstthal. Eine entsprechende Tafel wurde unmittelbar vor der Hochzeit enthüllt. Die Eheschließung nahm Callenbergs Bürgermeister Daniel Röthig vor.

"Solch eine Location gibt es in Deutschland nur einmal, nämlich hier", sagte Inhaber Tino Taubert. Wo früher ein alter Pferdestall stand, wurde nach dreieinhalb Jahren Vorlauf von Februar bis Oktober der Neubau nach den Ideen seines Besitzer errichtet. "Das ist kein Nachbau. Unsere Kapelle ist das Original", betonte Taubert. Die Premieren-Hochzeit ist für dieses Jahr zugleich die letzte. Erst für 2018 gebe es wieder Anmeldungen.