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Gesellschaft - Berlin:Demo zum Frauentag in Berlin mit tausenden Teilnehmern

Berlin
Eine Demonstration zum Internationalen Frauentag in Berlin. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Berlin (dpa/bb) - An der Demonstration zum Internationalen Frauentag am Sonntag haben sich in der Hauptstadt tausende Menschen beteiligt. Angaben zu Teilnehmerzahlen gehen jedoch etwas auseinander.

Nach Aussage einer Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung vom Sonntagnachmittag waren es etwa 12 000 Menschen, die von Berlin-Wedding zum Alexanderplatz zogen. Eine Sprecherin des Bündnisses Frauenkampftag in Berlin nannte rund 20 000 Demonstranten. Die Polizei sprach am Sonntag zunächst von "weniger als 10 000 Teilnehmern". Später hieß es von der Polizei-Pressestelle, der Zulauf habe sich während der Demonstration erhöht, und es seien um die 12 000 Teilnehmer gewesen. Der Protestzug bestand aus mehreren Blöcken zu Themen wie Rassismus und Sexualität.

Auf Transparenten wurden Slogans gezeigt wie "Frauenrechte sind Menschenrechte", "Kein Rassismus im Namen des Feminismus" und "Emanzipation ist Klassenkampf". Sexuelle Selbstbestimmung sei ein Menschenrecht, "aber in Deutschland und vielen anderen Staaten auch 2020 noch nicht gewährleistet", teilte die Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung, Silke Stöckle, im Internet-Aufruf mit. Das Bündnis fordert, Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr durch den Paragrafen 218 unter Strafe zu stellen.

Eine weitere Demonstration wurde unter dem Motto "Es ist keine Party - Es ist ein Kampf" vom Bündnis internationalistischer Feministinnen* Berlin am Bahnhof Warschauer Straße organisiert. Parallel dazu zog ein Fahrrad-Konvoi mit Klingelgeräuschen und elektronischer Musik durch Kreuzberg.

Der Frauentag wurde auf Anregung der deutschen Sozialdemokratin Clara Zetkin erstmals am 19. März 1911 in Deutschland und in Nachbarländern organisiert. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Als einziges Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt.

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