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Freizeit - Hamburg:Miniaturwunderland wirbt für nachhaltigeren Konsum

Deutschland
Gerrit (l) und Frederik Braun stehen in ihrer neuesten Ausstellung "Sauwohl". Foto: Markus Scholz/dpa (Foto: dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Mit der Sonderausstellung "Sauwohl" wirbt das Hamburger Miniaturwunderland seit Dienstag für nachhaltigeren Konsum. In fünf je einen Quadratmeter messenden Dioramen stellen die Macher die Realität der Nutztierhaltung am Beispiel der Schweinemast dar - von der industriellen Massenproduktion bis zum Bio-Hof. "Wer vor der Tiefkühltruhe oder Fleischtheke steht, sieht nicht den Stall, aus dem das Fleisch rührt, dafür umso deutlicher das Preisschild", sagte Geschäftsführer Frederik Braun am Dienstag. Die neue Ausstellung soll deshalb auch diese andere Seite offen sichtbar machen.

Im Sommer 2019 hatte das Miniaturwunderland mit einer provokanten Plakatkampagne für Aufsehen gesorgt. Damals hatten die Verantwortlichen Mensch und Tier getauscht und eine "Massenmenschhaltung" in kleinen Modellen gezeigt. "Insgesamt gab es viel Zuspruch, aber vor allem aus der Landwirtschaft auch einige kritische Stimmen", sagte Braun. Daher habe man sich nun mit Interessengruppen und Experten ausgetauscht und die aktuelle Schau entwickelt. "Die Ausstellung soll Denkanstöße liefern, ob "Geiz ist geil" nicht doch der falsche Weg ist. Und wenn mehr Menschen zu nachhaltigerem Konsum übergehen, gewinnen wir alle", meinte Braun.

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