Frauen im öffentlichen RaumDie Nacht gehört auch uns!

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Ist die Bereitschaft von Frauen, in der Öffentlichkeit jetzt über ihre Angst zu reden, schon Gegenwehr? Oder ist es nicht vielmehr die Festschreibung eines behaupteten Status quo, der mit der Realität nur wenig zu tun hat?
Ist die Bereitschaft von Frauen, in der Öffentlichkeit jetzt über ihre Angst zu reden, schon Gegenwehr? Oder ist es nicht vielmehr die Festschreibung eines behaupteten Status quo, der mit der Realität nur wenig zu tun hat? Maria Korneeva/Getty Images/iStockphoto

Die verängstigte Frau im öffentlichen Raum ist spätestens seit der „Stadtbild“-Debatte allgegenwärtig. Unsere Autorin hat ganz andere Erfahrungen gemacht und ist überzeugt: Die Angst-Erzählung schadet den Frauen – und nützt anderen.

Von Tanja Rest

Im Dezember erschien auf der Homepage dieser Zeitung ein Bericht unter der Überschrift „Als Frau bist du nirgendwo sicher“. Fünf Münchnerinnen erzählten darin, wie es ist, als Frau nachts alleine in der Stadt unterwegs zu sein, also „wie sich die ständige Unsicherheit anfühlt“, „warum sich nicht der Nahverkehr ändern muss“, sondern was genau das Problem ist („das Problem sind Männer“). Das titelgebende Zitat stammte von einer nicht näher beschriebenen Frau namens Viktória, die nach einem Oktoberfest-Besuch in einer vollen U-Bahn von einer Gruppe Betrunkener bedrängt wurde. Keiner der Umstehenden half ihr.

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Öffentlicher Raum
:Nachts auf dem Heimweg. Angst?

Fünf Frauen zwischen 24 und 74 Jahren reden über Heimwege im Dunkeln. Also über Männer, Übergriffe und Selbstverteidigung.

SZ PlusVon Gabriela Herpell und Pia Ratzesberger (Interview) und Jana Islinger (Fotos)

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