bedeckt München 21°

Fastenmonat Ramadan:Danke, ich verzichte

Fastenbrechen (Iftar) im Luitpoldpark in München.

(Foto: Dunja Ramadan)

Unsere Autorin heißt nicht nur so, sie nimmt den Fastenmonat auch ernst - was sonderbarerweise viele erstaunt. Gedanken zum Ende einer besonderen Zeit.

Wenn sich bestimmte Fragen jedes Jahr wiederholen, ergibt es Sinn, bestimmte Standardantworten parat zu haben. Eine dieser Fragen stellt sich immer dann, wenn der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt. Wenn man sich vom einen Tag auf den anderen nicht mehr um den Speiseplan der Kantine schert, fällt das auf. Zumindest bei mir. Ich finde essen toll. Klar, dass dann Nachfragen kommen wie "Echt, du machst Ramadan mit?" Ich bejahe dann, mein Gegenüber ist erstaunt, oft überfordert, Sekunden später der Satz, der jedes Jahr kommt: "Also ich könnte das nicht!" Es folgt Stille - höchste Zeit für meine Standardantwort: "Wenn ich nicht faste, wer denn sonst?" Fragende Blicke. "Ich heiße doch sogar so." Manche grinsen, manche sind nicht wirklich überzeugt, manche nicken bedächtig.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Herfried und Marina Münkler
"Das Hauptproblem ist die Mitte"
Teaser image
Online-Dating
Wie ein Vampir
Teaser image
Verkehr und Stadt
Platzangst
Teaser image
Elektromobilität
"Das muss eine Volksbewegung werden"
Teaser image
Bas Kast über Ernährung
"Das Problem ist nicht das Dessert"