Fashion Week London:Ein Kessel Buntes

Viviennes Farborgien, Siennas Hängerchen, Kates Tränen und sehr viel Ergriffenheit - Impressionen von der London Fashion Week. In Bildern.

Claudia Fromme und Tanja Rest

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(Foto: REUTERS)

Viviennes Farborgien, Siennas Hängerchen, Kates Tränen - Impressionen von der London Fashion Week. In Bildern. Wenn es um Modeschauen geht, sind die Rollen fest verteilt. Mailand ist die kokette Ragazza, Paris die elegante Dame, New York die hibbelige Sportliche. Die Defilees spiegeln diesen Charakter wider, die front row kleidet sich entsprechend. Doch so verschieden die drei Grazien auch sind, so sehr eint sie doch der teils verwunderte, teils bewundernde Blick in Richtung London.

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(Foto: AP)

Die London Fashion Week war immer schon: die vorlaute Göre. Schräg, aber mit Stil. Seit 26 Jahren zeigt sich hier Cool Britannia. John Galliano debütierte hier 1984, Alexander McQueen hatte 1992 sein Entrée, Gareth Pugh 2005. Zahm ist wirklich keiner von ihnen, was ihren internationalen Ruhm eher noch förderte. Kein Name prägt die Fashion Week aber so sehr wie der Vivienne Westwoods (Bild). Vor 40 Jahren gründete sie mit Malcom McLaren, später Manager der Sex Pistols, eine Boutique in der Carnaby Street. Punk war das Motto, das sich seither durch alle Kollektionen zieht. Jedes Jahr hat sie eine Botschaft für all die Wilden da draußen.

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(Foto: AFP)

Diesmal: Farben sind total egal. Sie jedenfalls habe null Ahnung davon, erklärte sie. Immer wenn sie glaube, etwas Neutrales designt zu haben, sei es knallbunt.

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(Foto: AFP)

Das habe aber auch positive Seiten: Farben seien gut gegen Falten - eine mögliche Erklärung für die orangerot lodernde Mähne der 69-Jährigen. "Bloß nicht die Konturen im Gesicht kaschieren, sondern sie leuchten lassen und hübsch herausarbeiten, wie ein Scheinwerfer das tut", rät sie.

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Diesmal versetzte Westwood den Punk in die zwanziger Jahre. Für ihr Red Label zeigte sie Blumen- und Leopardenprints, Bleistiftröcke, enge Jackets.

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(Foto: Getty Images)

Christopher Baileys britische Eleganz für Burberry konnte man per Ipad schon während der Show kaufen. Sienna Miller (links) und ihre Schwester Savannah zeigten ...

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... mit ihrem Label Twenty8Twelve Boho-Chic mit langen Hippie-Kleidern und Blumenhängerchen,...

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... die freilich nicht ganz so oft photografiert wurden wie Siennas Jetzt-wieder-Lover Jude Law (rechts) im Publikum. Matthew Williamsons (links)  Ibiza-Party scheint endlich ausgefeiert, ...

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 ... er setzte auf Safari-Blusen und Cargohosen.

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Nichts ist so alt wie die letzte Fashion Week, und so redet in London keiner mehr von dem Rat, den Vivienne Westwood im Frühjahr zur Klimarettung gab: "Kauft keine Kleidung mehr." Die erste Reihe tat entsetzt, was auch zu London gehört: Es geht nicht darum, was man wirklich nachher kauft. Es geht darum, etwas Punk zu schnuppern und dabei gesehen zu werden. Siehe Pamela Anderson (Bild): Sie war Star-Gast bei Westwood, in einem Kleid, das sich ausnahm wie eine psychedelische Grenzerfahrung, für ihre Verhältnisse aber fast hochgeschlossen war - was die Times nicht davon abhielt, von "Nipples a go-go" zu schwärmen.

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Designer Julien Macdonald, der tags zuvor noch den Tod der Supermodels ausgerufen hatte, begrüßte gleich mehrere davon bei seiner Show, allen voran Elle Macpherson, die britische Heidi bei Britain's next Topmodel.

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(Foto: Getty Images)

Bei der Top-Shop-Show redeten alle von einer, die gar nicht kam: Für 14 Kollektionen hat Kate Moss der Kaufhauskette ihren exklusiven Namen geliehen, nun ist die Zusammenarbeit zu Ende, und die Paparazzi im Eurostar-Terminal (im Bild) mussten sich mit der Sängerin Lily Allen und den tranigen Geldof-Töchtern Peaches und Pixie zufrieden geben.

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(Foto: AP)

Die göttliche Kate tauchte dann natürlich doch noch auf, zum Gedenkgottesdienst für Alexander McQueen in der St. Pauls Kathedrale.

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Sieben Monate nach seinem Tod erwiesen ihm alle abermals ihre Aufwartung, hinter schwarzen Riesensonnenbrillen verborgen: Vogue-Chefin Anna Wintour, ...

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(Foto: AP)

... Designerin Stella McCartney, ...

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(Foto: AP)

... Naomi Campbell, ...

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(Foto: Reuters)

... Sarah Jessica Parker. Tränchen flossen, das Londoner Modevolk war ergriffen von der Erinnerung an seinen genialsten Punker, aber gewiss auch ein bisschen von sich selbst.

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