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Familie:Wenn Kinder in Armut aufwachsen

Hartz IV

"Es ist weniger die finanzielle Armut, die sich verschärft hat, es ist die seelische", sagt Norbert Leitzke, der u.a. Feriencamps für Kinder organisiert.

(Foto: dpa)

In Frankfurt (Oder) lebt jedes dritte Kind in einer Familie, die Hartz IV bezieht. Nicht nur das Geld fehlt, sondern die Fürsorge. Ein Besuch.

Eine junge Frau auf dem Spielplatz. Ihre beiden Söhne, neun und sechs, klettern auf einer Schaukel herum. Ihre Tochter, acht Monate, macht gerade Mittagsschlaf. Sie ist Mitte 20 und alleinerziehend. Der Vater ihrer Tochter hat sie verlassen, als er erfuhr, dass sie schwanger war. Den Vater ­ihrer beiden Söhne musste sie verlassen, als er handgreiflich wurde. Er ist Soldat bei der Bundeswehr und war eigentlich ein guter Mann, bis er nach einem Auslandseinsatz in Afghanistan verändert zurückkam. Seit ein paar Monaten erhält sie jetzt Familienhilfe. Jemand kommt zu ihr nach Hause und hilft, die Wohnung aufzuräumen, den Abwasch zu machen, eine Struktur aufrechtzuerhalten. Sie nimmt diese Hilfe gerne an. Und sie redet darüber, weil sie will, dass man sieht, wie gut sie es gerade damit hinbekommt."Wir sind nicht arm", sagt sie. "Wir kommen zurecht."

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