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Familie:"Alles Gute zum Burtsgetag!"

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"Das ist ja total verbaskert": Jede Familie pflegt ihren eigenen Wortschatz, so auch die unseres Autors.

(Foto: imago/Westend61)

Schon Paare haben Wörter, die nur ihnen gehören. Kinder hingegen sind die wahren Wortakrobaten und jonglieren mit Erfundenem, Missverstandenem, Eingequatschtem. Eine Liebeserklärung an die Familiensprache.

Von Max Scharnigg

Illustration: Stefan Dimitrov

Also, fangen wir mal an: Alles was irgendwie verflixt ist, ist bei uns verbaskert. Meine Frau hat dieses Wort einmal aus einer skandinavischen Lektüre übernommen, und seitdem sagen wir es oft, weil es einfach oft passt: Diese neue Fahrradbremse ist doch wirklich verbaskert! Das verbaskerte Finanzamt! Kann die verbaskerte Wolke mal bitte von der Sonne weggehen? Und so weiter. Probieren Sie es ruhig aus, es geht wirklich sehr gut über die Zunge. Zu Brillen sagen wir spaßeshalber Glasaugen, das ist auch ein eingedeutschtes, schwedisches Sprachsouvenir und in vielen Situationen sehr hübsch. Eine Farbe, die man im Moment nicht genau benennen kann, ist bei uns immer erst mal irgendwie püris! Ein Balkon wird hingegen nur Palkon mit hartem P ausgesprochen, als Referenz an die Sprachmarotte einer netten Nachbarin. Und jedes Wort, in dem bekannt vorkommt, wird bei uns paarintern schon lange mit pikant aufgepeppt, also etwa: Das ist doch stadtpikant! Oder: Nein, das Buch war mir bisher nicht pikant. Das pikant ist mir so zu Gewohnheit geworden, dass es durchaus auch schon vor Amts- und Würdenträgern rausrutschte, die sich allerdings nie etwas anmerken ließen. Nur im privaten Gebrauch und nicht mehr herzuleiten ist hingegen, warum wir das allgemein unter BH bekannte Kleidungsstück heute stets mit Busenschoner übersetzen. Aber passt ja irgendwie auch ganz gut.

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