Familien-Newsletter200 Euro für den Wocheneinkauf

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Um 37 Prozent sind die Lebensmittelpreise in Deutschland in den letzten fünf Jahren gestiegen.
Um 37 Prozent sind die Lebensmittelpreise in Deutschland in den letzten fünf Jahren gestiegen. (Foto: Soeren Stache/dpa)

Unsere Autorin geht ausnahmsweise einkaufen und ist geschockt von den gestiegenen Preisen. Warum die Inflation vor  allem Familien trifft und wie es sich  - auch mit Blick auf den Traum vom Eigenheim - klug rechnen lässt.

Ein Familien-Newsletter von Marie-Louise Timcke

Dieser Text stammt aus dem Familien-Newsletter der Süddeutschen Zeitung, der jeden Freitagabend verschickt wird. Hier können Sie ihn abonnieren.

Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich stand ich an der Supermarktkasse und starrte ungläubig auf den Kassenzettel: Fast 200 Euro für Brot, Butter, Milch, Nudeln, etwas frisches Gemüse, Biofleisch, Olivenöl, Eier, die ein oder andere Leckerei. Im wesentlichen aber nur Grundnahrungsmittel, nichts Besonderes. Das kann doch nicht so teuer sein, dachte ich. Zuhause angekommen fragte ich dann gleich meinen Mann, ob er auch immer so viel für den Wocheneinkauf unserer vierköpfigen Familie ausgebe. Normalerweise erledigt er bei uns die Lebensmittelbesorgungen, ich kaufe nur noch selten ein.

Und gehe dabei, wie sich rausstellte, recht naiv vor: Ich kaufe nämlich auf Sicht, greife nach Bauchgefühl zu, nehme das Produkt, dessen Verpackung mir am besten gefällt. Mein Mann hingegen – das Haushaltbudget im Blick – studiert die Preisschilder, hält nach Angeboten Ausschau, geht für einige Lebensmittel sogar gezielt in andere Supermärkte. Um die Mehrkosten trotz Inflation klein zu halten, denn die haben es in sich: um 37 Prozent sind die Lebensmittelpreise in Deutschland in den letzten fünf Jahren gestiegen.

Diese Teuerung trifft vor allem Familien (SZ Plus), wie mein Kollege Harald Freiberger schreibt. Der Grund: Familien geben einen überproportional hohen Anteil ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel und Heizkosten aus – genau die Bereiche, in denen die Preise am stärksten gestiegen sind. Einkommensstarke, meist kinderlose Haushalte verkraften die Inflation dagegen besser: Sie können die Mehrkosten mit dem Geld abfedern, das sie normalerweise gespart hätten. Wenn Sie übrigens herausfinden wollen, ob Sie eher zu den Einkommensstarken oder Einkommensschwachen gehören, probieren Sie mal unseren Einkommensrechner (SZ Plus) aus!

Besonders bitter wird die Inflation für junge Familien beim Traum vom Eigenheim: Sie haben weniger Geld für den Eigenkapitalanteil angespart und müssen gleichzeitig höhere Kreditraten stemmen. Wenn Sie wissen möchten, welcher Kaufpreis in Ihrem individuellen Budget liegt, empfehle ich unseren Immobilienrechner (SZ Plus). Er zeigt Ihnen basierend auf Ihrem Einkommen und Ersparten, welchen Kaufpreis Sie sich wahrscheinlich leisten können – und erklärt, wie eine Immobilienfinanzierung funktioniert und worauf Sie achten sollten.

Ein schönes Wochenende wünscht,

Marie-Louise Timcke

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