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Essay über Religion:Die Ruhe des Herzens

Katholikentag in Regensburg

Oft sind es erst Momente der Not, die uns an das religiöse Fundament erinnern.

(Foto: dpa)

Unser Autor hat ein eher zwiespältiges Verhältnis zur Kirche. Doch dann reiste er in ein Benediktinerkloster - und fand dort etwas Wunderbares.

Von Sebastian Schoepp

Das Kloster Montserrat liegt auf einem Berg bei Barcelona, von dem die Legende behauptet, die Engel hätten ihn zersägt, weshalb er so eine eindrückliche, gezackte Form aufweist. Das Benediktinerkloster wimmelt von Touristen, aber wenn im Winter bei Einbruch der Dunkelheit die letzten Busse die kurvige Straße hinab ins Tal nehmen, ist das Gemäuer wie ausgestorben, was anfangs etwas beklemmend wirkt. Das angestaubte Pilgerhotel im Schatten der Felsen bietet keine wirkliche Zuflucht, Haare kleben in der Wanne, das Fenster geht zur Felswand, die Heizung streikt, in der Hotelbar ist kein Kellner in Sicht. Na gut, gehen wir halt den Mönchen lauschen.

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