bedeckt München
vgwortpixel

Essay über Frauenhass:Kerlschmelze

Der Hass männlicher Trolle auf Frauen schwillt im Netz gerade mächtig an. Dahinter steckt auch die Angst, von den Damen abgehängt zu werden. Illustration: PM Hoffmann

Frauen und Fußball, Frauen und Kino, Frauen und Politik: So manchem Mann wird das zu viel. Er kotzt sich deshalb gerade gern mal so richtig aus. Warum der Hass auf weiblichen Erfolg Konjunktur hat.

Das Geisterwesen, das New York bedroht, wird am Ende natürlich wie besiegt? Genau, mit einem Schuss in die Eier. Die Pointe ist grober Klamauk, klar, aber für eine Hollywood-Komödie, in der alle Geisterjäger Frauen sind, durchaus folgerichtig. Und doch scheint der Gag viele Männer völlig zu überfordern: "Was für ein Zufall", schreibt Nutzer mostawesomedudeever höhnisch, ein Blockbuster, in dem Männer zwei Stunden lang nur Deppen, Feiglinge oder Bösewichte spielen, müsse natürlich mit einer symbolischen Kastration enden. "Feminazi-Propaganda", keucht ein anderer User. Bestimmt alles nur Werbung für Hillary, diese frigide Hexe.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Erlebnisse mit Uli Hoeneß
"Vermutlich ist es Uli nicht recht, wenn ich die Geschichte erzähle ..."
Teaser image
Psychologie
"Wie wir leben, beeinflusst unser Sterben"
Teaser image
Reden wir über Geld
"Ich will keinen Entbehrungssozialismus"
Teaser image
Österreich
Diese Macht, die uns fest im Griff hat
Teaser image
Esther Perel im Interview
"Treue wird heute idealisiert"