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Essay über die Alternative für Deutschland:Reinheitsfanatiker

Einig in der Ablehnung: Anhänger der AfD demonstrieren im Februar 2016 in Erfurt gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

(Foto: Jens Meyer/AP)

Die AfD hält nichts von einer gemischten Gesellschaft. Sie als Spießer- oder Nazi-Partei abzutun, ist aber Unfug: Die Rechtspopulisten wollen das Land fundamental verändern. Eine kritische Analyse.

Von Matthias Drobinski

Die Alternative für Deutschland hinterlässt zurzeit nicht den stärksten Eindruck. Die Führungsspitze der Partei scheint sich gerade selbst zerlegen zu wollen, die Fraktion in Baden-Württemberg hat sich, kaum in den Landtag eingezogen, gespalten, wichtige Repräsentanten blamieren sich öffentlich. Trotzdem steht die AfD vor einem weiteren Erfolg: Am 4. September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt, die Partei steht in den Umfragen bei 19 Prozent. Im fernen Amerika redet sich Donald Trump um Kopf und Kragen und ist doch der Präsidentschaftskandidat der Republikaner geworden; Marine Le Pen und Nigel Farage sind die Helden ihrer wachsenden Anhängerschaft, egal, wie sehr sie sich danebenbenehmen. Was ist da los?

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