Essay über Arbeitszeiten:Wie man arbeiten sollte

La Traviata, Salzburger Festspiele, 2005

Ticktack, ticktack: Anna Netrebko, fortgerissen vom Strudel der Zeit, in "La Traviata" bei den Salzburger Festspielen, 2005.

(Foto: Klaus Lefebvre)

Feste Arbeitszeiten sind ein überholtes Konzept. Warum Menschen am besten arbeiten, wenn sie sich auf ihren eigenen Rhythmus einlassen.

Von Angelika Slavik

Es ist schwer zu sagen, ob Joaquín García ein Mann mit Chuzpe ist oder doch nur ein Pragmatiker. In jedem Fall ist er ein Held unserer Zeit, auch im Wortsinn. García war als Beamter in Spanien einst dafür zuständig, den Bau einer Kläranlage zu überwachen. Im vergangenen Jahr bescherte ihm dieser Job dann einige Berühmtheit: Da nämlich wurde bekannt, dass Joaquín García mindestens sechs Jahre lang nicht zur Arbeit erschienen war - bei vollen Bezügen und ohne dass seine Abwesenheit irgendjemand bemerkt hätte. Erst als er anlässlich seines 20. Dienstjahres geehrt werden sollte, fiel auf, dass den Jubilar schon jahrelang keiner mehr im Büro gesehen hatte. García selbst lieferte für seine Abwesenheit schließlich eine verblüffend einleuchtende Erklärung: Es sei eben nicht besonders viel zu tun gewesen.

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