Erziehung:"Die blöde Mama oder der blöde Papa zu sein, ist Teil des Jobs"

Lesezeit: 7 min

Eine Kugel Schlumpfblau mit Streuseln, Schokolade oder Mango? Je größer die Auswahl, desto schwieriger die Entscheidung. (Foto: All mauritius images/mauritius images / Anna Kraynova)

Welches Eis, welches Shirt, welche Schule? Moderne Eltern lassen Kinder vieles selbst entscheiden und überfordern sie damit. Wann klare Ansagen besser sind.

Von Barbara Vorsamer

Jetzt im Sommer kann man das Drama wieder an jeder Eisdiele beobachten. Die Schlangen sind lang, die Temperaturen hoch, der Appetit groß, auch bei jenem Kleinkind, das sich gerade die Nase am Glas vor den 40 Sorten plattdrückt und das gleich mit seiner Mutter dran ist. "Was willst du denn, Quirin?" "Das da. Und das mit den Streuseln. Und Schlumpfblau!" Die Mutter will aber nur eine Kugel kaufen, sie weiß, dass das Kind nicht mehr schafft. Doch der Dreijährige kann sich nicht entscheiden, es dauert, die Dahinterstehenden grummeln genervt. Am Ende ist es egal, ob der Kleine mit Schlumpfblau in der Waffel oder Streusel-Eis im Schälchen oder einem Monsterbecher aus allen drei Sorten abzieht: Unzufrieden sind garantiert alle, Mutter, Kind und Rest der Kundschaft.

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