Erhard Eppler über Ideale

Schon vor vierzig Jahren sprach der Vordenker der Sozialdemokraten über Ökologie und Energiewende. Was ist aus seinen Hoffnungen geworden?

Interview von Malte Herwig

Erhard Eppler wohnt mit seiner Frau hoch auf einem Hügel über Schwäbisch Hall. Wie immer trägt der 88-Jährige Käpt'n-Ahab-Bart. Gerade hat der Ex-Minister und SPD-Politiker seine Memoiren vorgelegt. Rückblick mit einem Mann, der immer in die Zukunft geschaut hat.

SZ: Sie sind seit mehr als einem halben Jahrhundert das gute Gewissen der Sozialdemokratie. Man hat sie als Querdenker gepriesen und als Vordenker, als Ehrenmann und Unbequemen. Geht es Ihnen nicht langsam auf die Nerven, mit fast neunzig Jahren immer noch ...