"Er sagt, sie sagt" zum gemeinsamen Bett Eine Brücke für die Liebe

Manchmal können einen die Schlafgewohnheiten des Partners in die Schlucht ... äh ... Flucht treiben.

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Er schnarcht, wälzt sich, wandert aufs Klo - und wundert sich, wenn die Bettritze zur Schlucht wird. Ein Beziehungsdrama in Dialogform.

Von Violetta Simon

Sie liegen im Bett und versuchen einzuschlafen. Besser gesagt: Sie versucht es. Er dreht sich von einer Seite zur anderen.

Sie: Hast du's dann bald?

Er: Wieso, ich mach' doch gar nichts.

Sie: Gar nichts, nennst du das? Ich war eben eingeschlafen, da musst du aufs Klo. Dann bin ich gerade wieder am Eindösen, da kommst du zurück vom Klo. Und jetzt wälzt du dich hin und her.

Er: Hättest du mich nicht angerempelt, hätte ich nicht gemerkt, dass ich aufs Klo muss.

Sie: Ich musste dich anrempeln, du hast geschnarcht wie ein Tier!

Er: Jedenfalls kann ich jetzt nicht mehr einschlafen. Womöglich hab' ich ja Schlafstörungen?

Sie: Ganz offensichtlich sogar. Und ich bin diejenige, die darunter leidet! Musst du mich mit deinem Gezappel wachhalten?

Er: Ich zappel' nicht, ich versuche, eine bequeme Lage zu finden.

Sie: Aber ich werde jedes Mal halb aus dem Bett katapultiert, wenn du dich umdrehst.

Er: Ich bin nunmal 30 Kilo schwerer als du.

Sie: Deshalb hängt die Matratze auch so durch auf deiner Seite. Und ich lande immer wieder in deiner Kuhle. Ein Wunder, dass du mich noch nicht zerquetscht hast.

Er: Wenn es so schlimm für dich ist, dann kaufen wir morgen eben eine neue Matratze.

Sie: Zwei! Zwei neue Matratzen.

Er: Also gut. Kommst du noch ein letztes Mal in meine Kuhle?