EssayDas Glück ist eine Wurstsemmel

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Zusammen sind wir weniger allein – klingt fast zu einfach, um wahr zu sein.
Zusammen sind wir weniger allein – klingt fast zu einfach, um wahr zu sein. Dedraw Studio/Getty Images/SZ

Um ein besseres Leben zu führen, besuchen immer mehr Menschen Seminare und Coachings – und bleiben in ihrer Vereinzelung stecken. Ein Plädoyer für mehr praktizierten Gemeinsinn, weil nichts schöner ist, als sein Leben mit anderen zu teilen.

Essay von Sebastian Herrmann

Die Begrüßung unter den Eltern geschieht mit routiniert ausgestellter Leidensmiene. Nicken, Handschlag und ein paar Worte, in denen die Beteiligten einander versichern, dass niemand hier an einem Samstagmorgen um kurz nach sieben Uhr den dringenden Wunsch spürt, die kommenden Stunden in einer Schulturnhalle zu verbringen. Dieser Tag wird kein leichter werden. Es steht ein Hallenturnier an, Fußball, acht Mannschaften spielen mit. Es schwitzen, schreien, rennen und wuseln also etwa 80 Zehn- und Elfjährige durch die Halle. Beinahe noch mal so viele Eltern tragen ihren Teil dazu bei, die frische Luft im Raum zu verknappen. Es wird laut. Auf dem Boden kleben eingetrocknete Apfelschorlepfützen, vor der Halle stehen schon frühmorgens Erwachsene und rauchen.

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