Süddeutsche Zeitung

Eine Frau, ein Buch (7):Qualität ist käuflich

Frauen kaufen gerne. Manch eine gilt gar als konsumsüchtig. Aber einen Diamanten von Plastik unterscheiden, das sollte sie schon können. Ein ultimatives Buch weiß Rat.

EINEN HUT TRAGEN

Der Hut hat sich vom Pflichtteil der eleganten Damengarderobe mehr und mehr zum fakultativen Accessoire entwickelt. Einst galt er sogar als Zeichen der Emanzipation, denn der klassische Hut, bestehend aus Kopf und Krempe, war traditionell den Männern vorbehalten. Erst ab dem 19. Jahrhundert entwickelte er sich zum Renner bei den modernen Damen der Städte, während die Frauen auf dem Land weiterhin Tücher oder Hauben trugen. Hut, Kappe oder Tuch - die Kopfbedeckung ist und bleibt ein wichtiger Teil jeder Mode und hat einen wunderbaren Vorteil mit den Schuhen gemeinsam: Ihre Hutgröße wird in jeder Lebensphase dieselbe sein.

Auswahl

Lassen Sie sich nicht einreden, Sie hätten kein Hutgesicht. Schließlich haben Sie auch Schuhfüße und einen Handtaschenkörper. Wie so oft müssen Sie auch hier nur den richtigen finden. Wer nicht ständig Hüte trägt und damit anfangen möchte, findet die beste Erstberatung bei einer ausgebildeten Hut- und Putzmacherin, einer Modistin. Hier erfahren Sie als ausgemachter Neuling Ihre genaue Hutgröße und werden ausführlich über die Modelle beraten, die am besten zu Ihrem Gesicht, Ihrem Kleidungsstil oder dem gegebenen Anlass passen. Wenn Sie sich lieber anonym und alleine in der Hutabteilung eines Kaufhauses an das Thema herantasten wollen, müssen Sie einige Grundregeln beachten.

Einen Hut trägt man in der Regel nach rechts

Auf der linken Seite ging früher der männliche Begleiter, dem Rest der Welt präsentierte man die rechte, geschützte Gesichtshälfte. Viele Damenhüte sind deshalb auch nach rechts gearbeitet und wirken unpassend, wenn man sie nach links trägt. Wenn Sie einen Hut probieren, den man schräg aufsetzt, probieren Sie es aus - der Unterschied ist verblüffend. Selbstverständlich können Sie sich einen Hut anfertigen lassen, der nach links gearbeitet ist, denn auch Ihre Hutmacherin lebt im 21. Jahrhundert.

Der Hut passt perfekt

Wie jedes andere Kleidungsstück muss auch der Hut immer passen. Vorsicht also bei Erbstücken und Flohmarktkäufen. Sobald ein Hut zu klein oder zu groß ist, wird er zur Verkleidung und wirkt clownesk. Achten Sie also darauf, dass der Hut nicht zu klein ist, einschneidet oder so hoch sitzt, dass er aussieht wie ein Scherzartikel. Auch wirkt ein Hut, der sitzt und außen etwas größer ist, automatisch lässiger. Ein zu großer Hut, der rutscht, kommt wie alle Kleidungsstücke, die man festhalten muss, ebenfalls nicht in Frage.

Der Hut kleidet Sie.

Finden Sie vor dem Spiegel den Hut zu Ihrem Typ. Spielen Sie mit der Tatsache, dass die Kopfbedeckung Ihre Silhouette nach Wunsch strecken oder verkürzen kann. Beachten Sie also Ihre Proportionen und die Kleidung, mit der Sie den Hut kombinieren wollen, und betrachten Sie sich in einem Ganzkörperspiegel. Spielen Sie dabei auch Variationen mit Ihrer Frisur durch.

Manche Hüte wirken erst, wenn das Haar hoch- oder weggesteckt wird und nicht mehr ablenkt, andere Hüte bilden eine Allianz mit dem Haar. Die perfekte Hutfrisur ist übrigens der Bob. Die Klarheit und Symmetrie dieses Haarschnitts harmoniert mit fast jedem Hutmodell.

Anlass und Etikette

Nicht nur für Königinnen, sondern für alle Frauen gilt, dass Sie ihren Hut bei allen Anlässen immer aufbehalten dürfen. Das ist von großem Vorteil, denn Sie müssen sich niemals Gedanken machen, wo Sie Ihren Hut später ablegen oder was mit Ihrer Frisur passiert, wenn Sie ihn abnehmen. Das gilt für Trauungen ebenso wie für Beerdigungen, Empfänge oder Pferderennen. Hochzeiten und Trauerfeiern sind nach wie vor Hutereignisse. Bei Trauerfeiern sorgt ein Schleier für die gewünschte Intimsphäre.

Bei einer Trauung beweist ein eleganter Hut den Respekt vor dem Anlass. Als Angehörige des Brautpaares haben Sie hier sogar das Recht mit einer sehr großen Kreation in den ersten Reihen zu sitzen, ohne Rücksicht auf die Zuschauer auf den hinteren Plätzen nehmen zu müssen. Für den Opern- oder Theaterbesuch sollten Sie zu einem anliegenden, kleinen Hut greifen, es sei denn Sie sitzen in einer Privatloge. Der Hutevent schlechthin ist das Royal-Ascot-Pferderennen. Nirgendwo wird der Kopfputz so thematisiert und gefeiert wie am dritten Tag, dem Ladies Day, an dem die Hüte - die hier übrigens obligatorisch sind - den Pferden die Show stehlen.

Das Rennen ist öffentlich, auch für Nicht-Adel und Nicht-Geldadel. Ein Tagesticket für die Haupttribüne kostet rund 120 Pfund, auf dem Schwarzmarkt aber mehr, denn der Ladies Day ist der wichtigste Renntag. Hier können Sie mit Ihrem Hut gar nicht genug auffallen.

Material, Wartung und Pflege

Ein Hut für den Winter entsteht in vielen Arbeitsschritten aus Haarfilz. Zum Thema Tierschutz erklärte uns die Hutdesignerin Fiona Bennett, dass sie darauf achtet, ausschließlich mit Filz aus den Fellen von Nutztieren zu arbeiten. Und das tun sehr viele Hutmacher, denn Haarfilz wird aus den Fellen von Stallhasen und -kaninchen hergestellt, die nicht zur Pelzzucht gehalten oder gar ausgerottet werden.

Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass die sonst so beliebte Wolle als Material für einen Hut ungeeignet ist. Der drei- bis viermal günstigere Wollfilz ist nicht wetter- und damit nicht formfest, und so würde sich Ihr Hut bei Regen verziehen. Klassische Sommerhüte werden aus dem Stroh der Toquilla-Palmen von Hand geflochten, für die preiswerten Versionen benutzt man Papier. Und natürlich können Sie sich die extravagentesten Kreationen aus fast jedem Material anfertigen lassen, denn Sie sind eine Frau.

Wenn Sie sich einen Qualitätshut geleistet haben, können Sie ihn ein Leben lang tragen. Seidenfutter und Ripsbänder kann der Hutmacher herausnehmen und reinigen oder auswechseln. Das Ripsband schützt vorMake-up- Flecken und saugt für lange Zeit den Schweiß auf. Irgendwann jedoch ist es voll und es entstehen unschöne Salzränder am Hut. Das Auswechseln von Futter und Band empfiehlt sich aus hygienischen Gründen also unbedingt, wenn Sie einen schönen alten Hut finden.

Auf der nächsten Seite: Die richtige Brille finden

Qualität ist käuflich

DIE RICHTIGE SONNENBRILLE AUFSETZEN

Sonnenbrillen wurden im 19. Jahrhundert dort erfunden, wo auch heute wieder die meisten hergestellt werden: In China gab es die ersten so genannten Blendungsbrillen, deren Gläser aus geschliffenem, dunklem Kristall bestanden. Den weltweiten Siegeszug der Sonnenbrille konnte damals noch niemand ahnen. Doch inzwischen gibt es mehr Sonnenbrillenmodelle als Frauen, die sie tragen können. Dafür besitzen Italienerinnen im Schnitt drei Sonnenbrillen, bei deutschen Frauen steht hier eine 0 vor dem Komma, das heißt sie besitzen durchschnittlich noch nicht einmal eine.

Wenn Sie absolut uneitel sind, müssen Sie beim Sonnenbrillenkauf nur auf eine Sache achten: Dass Ihre Brille einen richtigen UV-Schutz hat. UV-Schutz haben alle Marken- und Designerbrillen serienmäßig erst seit den achtziger Jahren, davor war alles nur getöntes Glas oder Plastik. Heute haben auch einfache Brillen, wie sie beispielsweise an Tankstellen verkauft werden, einen UV-Schutz. Achten Sie aber auf den entsprechenden Vermerk am Preisschild oder am Aufkleber.

Ganz schlecht für Ihre Augen kann es ausgehen bei Brillen ungewisser Herkunft vom Flohmarkt oder gefälschten Designerbrillen. Hier sparen Sie an der falschen Stelle (vgl. Kapitel Die Frau und der Konsum, Rubrik Gefälschte Designerware erkennen). Trotz des eltonjohnesken Überangebots an Sonnenbrillen sind doch die meisten von ihnen, ähnlich wie Schuhen auf Grundformen zurückzuführen. Wenn Sie dann noch wissen, welche Form Ihrem Gesicht schmeichelt, können Sie sich mühevolles Ausprobieren sparen.

Vier archaische Grundformen

Bügelbrillen wie wir sie kennen, gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert, und sie waren auch damals bereits rund. Die Mütter aller modernen Brillen und Sonnenbrillen, bei denen neben dem Nutzwert auch die Form wichtig wurde, stammen aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts und waren aus Draht oder Zelluloid. Sie waren entweder rund, oval oder hatten eine Carrée- oder Pantoform. Sie hatten sehr kleine Gläser, weil es zu dieser Zeit technisch noch nicht möglich war, größere Brillengläser herzustellen.

Auch heute gibt es noch zahlreiche Brillenmodelle, die auf diesen Grundformen basieren.Was heute zum Beispiel unter dem Namen "Nickelbrille" läuft, auch wenn sie aus Plastik ist, ist nichts anderes als die klassische runde Brillenform. Große Nickelbrillenträgerinnen waren beispielsweise Yoko Ono (der Gatte natürlich auch) oder - etwas weniger sophisticated - Ingrid Steeger.

Schmetterlingsbrille

Dieses Modell ist wahrscheinlich die erste Fashion-Brille und stammt aus den fünfziger und sechziger Jahren. Denken Sie an Marilyn Monroe in "Wie angelt man sich einen Millionär?". Die Schmetterlingsbrille ist originär weiblich, latent zickig und nicht so leicht kombinierbar wie viele andere Klassiker. In den achtziger Jahren erlebte sie eine Art ironisches Comeback an Frauen wie Tracey Ullman oder Cindy Lauper.

Wenn Sie sich für einen eher "schrillen" oder "witzigen" Frauentyp halten, ist die Schmetterlingsbrille genau das Richtige für Sie. Obwohl ein Designklassiker, kann die Schmetterlingsbrille trotzdem schnell anstrengend werden, ähnlich wie die Frauen, die sie ausschließlich tragen.

Wayfarer

Ray Ban erfand diese Brille Anfang der fünfziger Jahre, und sie ist genauer betrachtet die große, coole Cousine zweiten Grades der Schmetterlingsbrille, die aber mit der Familie ideologisch gebrochen hat. Berühmt wurde die Wayfarer 1961 in dem Film "Frühstück bei Tiffany". Danach erlebte sie turbulente modische In- und Out-Zeiten, die derzeit in einem neuerlichen Hype gipfeln. Die Wayfarer gilt trotz zyklischen Umsatzeinbrüchen als die bisher meist verkaufte Sonnenbrille und steht fast jedem Gesicht.

Pilotenbrille

Tropfenförmig ist die Pilotenbrille von Ray Ban mit Bausch&Lomb-Gläsern. Sie ist bis heute der Augen-Blaumann für Soldaten der U.S. Air Force, und sie hatte schon vor allen anderen Sonnenbrillen UV-Schutzgläser. In den siebziger Jahren wurde die Brille auch von Frauen entdeckt und modisch aufgewertet. Pilotenbrillen und ihre unendlichen Interpretationen stehen allerdings nicht jeder Frau. Auf Gesichtern mit kleiner Nase wirken sie nicht gut, und auf sehr großen, flachen Gesichtern ebenfalls nicht.

Die übergrosse Brille

Es war das Haus Dior, das in den siebziger Jahren die riesigen, runden Sonnenbrillen auf denMarkt brachte, die fast das halbe Gesicht verdeckten. Eine Zeitlang war diese Brillenform für die Femme fatale ein absolutes Muss. Dann verschwand diese Brillenform in der modischen Versenkung, um später als typische Witzbrille auf Siebziger-Jahre- Mottopartys ein verhöhntes Dasein zu fristen. Zum Jahrtausendwechsel tauchte sie dann wieder in den Modemagazinen auf. Paris Hilton war eine der Frauen, die diesem Look wieder auf die Sprünge half. Statt Femme fatale jetzt also Femme banale. Wenigstens aber gut getarnt.

Die gebogene Brille

Die gebogene Brille, die sich stromlinienförmig an das Gesicht anpasst, ist eine Erfindung der achtziger Jahre und wurde damals sehr schnell sehr populär. Derzeit ist diese Sonnenbrillenform nicht so angesagt, außer Sie machen gerade das ausklingende Achtziger-Jahre- Revival mit. Aber wie bei allen Klassikern: Schmeißen Sie nichts weg, der Tag wird kommen, an dem sie denken, dass auch diese Brille faszinierend zeitlos und ein unverzichtbares Accessoire ist.

Und sonst

Die siebziger und achtziger Jahre waren die Jahrzehnte der großen Design-Durchdreher und unfassbaren Sonnenbrillenkonstruktionen: Ob Eiffelturm, Igel oder Sonnenschirm - einfach jedes denkbare Objekt wurde zu einer "verrückten" Sonnenbrille umdesignt. Heute finden Sie bei Sonnenbrillen eine ungleich größere Auswahl, aber die Modelle variieren in sich nicht so stark, Differenz wird heute über Marken- und Designerlogos geschaffen.

Die Sonnenbrille ist, mehr noch als Taschen und Schuhe, ein Statussymbol. Fast jede Frau kann sich mit ein bisschen mehr oder weniger Sparen eine Sonnenbrille von Chanel mit XL-Logo leisten. Schuhe oder Taschen der gleichen Marke sind dagegen nur für sehr wenige Frauen erschwinglich. Norbert Kähler, Geschäftsführer der Berliner Brillenwerkstatt, berichtet, dass es in Deutschland ein klares Nord-Süd-Gefälle gibt: Münchener lieben ihre Logos, Berliner stehen auf protestantisches Understatement.

Auf der nächsten Seite: Wie werde ich Soldatin?

Qualität ist käuflich

EINEN PASSENDEN BH FINDEN

Die Dunkelziffer der Frauen, die mit dem falschen BH durchs Leben gehen, schwankt natürlich, wird aber allgemein und weltweit sehr hoch eingeschätzt. Die Ergebnisse einer zweijährigen Studie des bekleidungsphysiologischen Instituts Hohenheim lauten folgendermaßen: 52 Prozent der befragten Frauen haben grundsätzlich Probleme damit, die richtige Größe zu finden. 51 Prozent sind unzufrieden mit der Passform und ganze 35 Prozent laufen mit einem BH herum, der ihnen zu klein ist.

Außerdem ergab die Studie, dass seit 1983 das Durchschnittskörbchen von Cup A auf Cup C gewachsen ist, genauso wie der Unterbrustumfang, der bei den 30- bis 60-jährigen Frauen, die den größten Marktanteil stellen, nun bei 80 Zentimetern liegt. Wie es zu den vielen Frauen mit dem falschen BH kommt, kann man indes nur vermuten. Es kann sein, dass sich die Zahl 80 in manchen Frauenohren so gigantisch anhört, dass die 70er-Größen lieber gekauft werden, auch wenn eine 80 C sehr wohl eine Kleidergröße S oder 36 bedeuten kann (vgl. Kapitel Die Frau in der Krise, Rubrik Kleidergrößen relativ gesehen).

BHs oder Bademoden in den klassischen Konfektionsgrößen anzubieten ist deshalb auch eine Fantasie der Hersteller an vielen Kundinnen vorbei, denn sie besagt: dünne Frau - kein Busen, dicke Frau - riesiger Busen. Das mag als grober Richtwert zwar stimmen, geht aber im Detail fast immer schief. Das selten natürlich gewachsene Idealbild der überschlanken Frau mit überdimensional großer Oberweite müsste bei dieser Annahme oben ohne herumlaufen.

In den USA wird die 80 durch die Umrechnung in Inch zur 36, das schmeichelt europäischen Ohren, allerdings wird dort sogar von einer BH-Fehlerquote von 80 bis 85 Prozent gesprochen. Nur wegen der Zahl den BH zu klein zu kaufen, wäre dumm, schließlich ist Ihr Busen der Blickfang und nicht das winzige Schildchen im Inneren des BHs.

Neben dem Passform-, Größen- und Herstellerdschungel spielt wohl auch die Kaufsituation eine Rolle, wenn es um die vielen falschen BHs dieserWelt geht. Nach Augenmaß zu kaufen ist schwierig, und auch das Anprobieren ist mühsamer als bei anderen Kleidungsstücken. Wenn auch Sie bisher BH-Fehlkäuferin waren, sind Sie immerhin in großer Gesellschaft, und Abhilfe schaffen kann man auch. Der richtige BH ist nämlich keine Illusion, man muss nur dran glauben, dass es ihn gibt.

Erstmal: Entspannen

Einerseits Wenn Sie einen kleinen Busen haben, der auch noch perfekt in der Gegend herumsteht, seien Sie dankbar. Der große Busen mag ein Medienliebling sein, Ihrer jedoch ist der Liebling der Wäschehersteller. Diese produzieren zwar die meisten Kreationen, die sie für Frauen wie Sie entwerfen, auch in großen Größen, keiner weiß jedoch warum. Denn ein Hauch von Nichts an zwei zarten Trägerchen ist ab einem C-Cup so nützlich wie eine Brille mit Fensterglas. Sie hingegen haben eine riesige Auswahl an hübscher Dekoration, und Vergrößerungsmöglichkeiten in BHForm gibt es auch en masse. Und unterschätzen Sie nie den Stress, den Frauen mit großer Oberweite haben, wenn es darum geht, rücken- oder schulterfreie Kleidung zu tragen. Klebestreifen und andere Mogeleien sind nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch der Spontankauf eines Bikinis an einer Strandbude ist mit einer kleinen Größe viel einfacher.

Andererseits Viel ist auch schön. Wenn der große Busen nicht schön wäre, hätte er nicht Millionen von Anhängern, Neiderinnen und auch Nachahmerinnen. Seine Besitzerin muss nur beim BH-Kauf auf mehr als das gute Aussehen achten, weil es vor allem auch um Halt und Stützfunktion geht. Das klingt mehr nach Gesundheitsfachgeschäft als nach Lingerie, ist aber eine Tatsache. Und obwohl Sie mit einem großen Busen natürlich nicht viel mit zwei winzigen Dreiecken an einer Schnur anfangen können, sind glücklicherweise die Zeiten vorbei, in denen der Erotikfaktor der BHs proportional zur Größe sank. Die Nachfrage an tollen Sachen in großen Größen ist mit den Brüsten gewachsen (siehe die Zahlen oben), und darauf haben sich natürlich auch die Hersteller eingestellt. Selbst wenn Sie es lieber kleiner hätten, vergessen Sie nicht, dass andere viel Geld hinlegen, um auf Ihre Körbchengröße zu kommen, und dass die Natur Sie mit einem Hingucker ausgestattet hat. Und den sollten Sie so schön wie möglich präsentieren.

Und überhaupt Über den mittelgroßen Busen müssen wir gar nicht reden. Wenn Sie einen haben, freuen Sie sich bitte sofort darüber!

Ein paar Wahrheiten ins Auge sehen

Ihr Busen ändert ständig seine Größe. Während Ihres Lebens und bei den meisten Frauen auch während eines Zyklus. Die Größenschwankungen sind von Frau zu Frau genauso unterschiedlich wie der Körper auch. Ihr Busen ist etwas, das viel individueller ist als beispielsweise ein Arm.

Mediziner sehen das vielleicht anders, bei den BH-Designern wird Ihnen aber auffallen, dass einige mit Ihren Entwürfen eine anatomisch völlig anders gestaltete Frau ansprechen, als Sie es sind. Sprich: Sie können manche BHs einfach nicht tragen, selbst wenn Ihre Größe drinsteht. Letztendlich geht es um Schwerkraft. Und deshalb fiel es der Menschheit auch leichter, im All herumzuschweben, als auf der Erde den klassisch konstruierten BH durch Schnickschnack zu ersetzen.

Wenn Sie einen großen Busen haben, ist ein BH, der vorne sitzt, rechts und links jeweils einen stabilen Träger hat und hinten mittig geschlossen wird, der bewährte Designklassiker - genauso wie das eckige Buch, die ovale Kloschüssel oder der stiftförmige Stift. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn Sie sich aber einen Universal-BH, passend für alle erdenklichen Kleiderschnitte, kaufen und dieser nicht hält, was er verspricht, wachen Sie auf und denken Sie pragmatisch: Neckholder, schräge, gekreuzte oder nicht vorhandene Träger, Rückenverschlüsse in Nierenhöhe und alle anderen Abweichungen von der Grundkonstruktion ändern logischerweise die Passform.

Wenn sich all diese Variationen auch noch in einem BH versammeln, ist ein Flop programmiert. Wie immer gilt auch hier: Stars haben andere Voraussetzungen. Wenn ein üppig gebauter Star ohne BH herumläuft, können Sie davon ausgehen, dass das Kleid maßgeschneidert und deshalb auch mit einem perfekten Büstenteil ausgestattet ist.

Nächster Schritt: Gnadenlos anprobieren

Egal wie barock oder minimalistisch es unter Ihrer Bluse zugeht, ob Sie es spitz, rund, hoch oder natürlich mögen - Ihr BH muss passen.

Er passt nicht, wenn aus zwei Brüsten vier werden. Körbchen, die einen Tick zu klein sind, machen zwar teilweise ein aufregendes Dekolletee, sehen aber eigenartig aus, wenn Sie etwas drüberziehen, selbst wenn es ein weites Oberteil ist. Dann sieht man nämlich nur die beiden Zusatzhügel, und das befremdet. Lassen Sie sich nicht blenden und nehmen Sie die nächste Körbchengröße.

Er passt nicht, wenn die Brüste vorn wohl verpackt wirken, dafür aber teilweise unter den Achseln wieder zum Vorschein kommen. Das liegt ebenfalls am Körbchen, und wahrscheinlich sind auch die Träger zu kurz eingestellt. Die sorgen für den Zusatzeffekt eines viel zu hoch sitzenden Querbalkens über dem Rücken, der Sie automatisch wie eine Oma wirken lässt. Wenn Sie viel nach oben liften wollen, nehmen Sie breitere und weniger dehnbare Träger. BHs mit einem breiten Streifen unter den Körbchen formen außerdem eine bessere Silhouette. Tragen Sie massivere Modelle, wenn Sie selbst massiv sind.

Er passt nicht, wenn Sie kurz in der Umkleidekabine herumhüpfen und anschließend nichts mehr da ist, wo es hingehört. Schütteln Sie sich, bücken Sie sich und heben Sie die Arme. Sie brauchen Ihren BH für mehr als nur ein Standbild, prüfen Sie deshalb auch, was passiert, wenn Sie sich setzen. Er passt nicht, wenn das Körbchen Ihnen gleichzeitig zu groß und zu klein ist. Spielraum und Enge in nur einem BH bedeuten Fehlkonstruktion. Vergessen Sie das ganze Modell.

Er passt gar nicht, wenn Sie von oben an sich herunterschauen und Ihre Formen nicht wiedererkennen. Wenn Sie auch beim Blick in den Spiegel auf einen völlig deformierten, Ihnen nicht bekannten Oberkörper starren, ziehen Sie das Ding sofort aus.

Er passt, wenn eine große Harmonie zwischen vorn und hinten herrscht, wenn das untere Band auf einer Höhe um Ihren Körper läuft und Sie gleichzeitig mit der Form Ihrer Brüste zufrieden sind.

Er passt, wenn er Bügel hat, die Ihre Brust umranden, unten auf dem Brustkorb und nicht auf der Brust liegen und nicht drücken. Er passt, wenn Sie sich einmal rundherum drehen und von allen Seiten gut aussehen - testen Sie das mit und ohne Oberteil.

Es kann nicht nur einen geben

Ein BH ist keine Mehrzweckwaffe. Sollten Sie dennoch einen gefunden haben, der die perfekte Büste zaubert, unglaublich praktisch, sehr gemütlich und auch noch verführerisch ist, sind Sie im Paradies gelandet und sollten sich mit diesemModell eindecken.Wenn nicht, kaufen Sie nach Verwendungszweck und werden Sie mit mehreren glücklich.

Eine Hauptursache für Probleme mit dem BH ist nämlich, dass die meisten Frauen zu viel von ihm erwarten. Sinnvoller ist es, ähnlich gerecht zu denken wie bei Oberbekleidung und Schuhen: Von einer Jogginghose erwarten Sie keine Verführungsqualitäten und von Ihren Stilettos keinen Spaß beim Wandern. Genauso verhält es sich mit dem BH. Das aufregende Modell ist dafür gedacht, als eigenständiges Kleidungsstück getragen zu werden - nämlich ohne etwas darüber.

Sein Einsatz erfolgt ähnlich dem eines Diaphragmas, nur dass man den BH natürlich sehen soll. Die Frau entschuldigt sich kurz, huscht ins Bad, tauscht Ihre Alltagsunterwäsche gegen die für besondere Anlässe und kommt als Göttin zurück. Auch wenn das nicht Ihre Methode ist, kennen Sie sie sicher aus diversen Filmen. Die meisten BH-Spielereien sind nichts für "drunter". Deshalb ist auch der BH, den Sie lieben, weil er formt und gut unter enger Kleidung aussieht, viel unspektakulärer. Wenn er zudem noch vorzeigbar ist und Sie es sowieso lieber schlicht mögen - umso besser.

Der Zweck-BH, den Sie zum Sport oder während der Stillzeit brauchen, verzichtet völlig auf dem Anspruch, Ihre Umwelt zu elektrisieren. Er soll nur sitzen, atmungsaktiv, waschbar und wunderbar komfortabel sein. Legen Sie sich also ein BH-Team zu, in dem jeder seinen Job zu Ihrer Zufriedenheit erfüllt.

Auf der nächsten Seite: Einen Diamanten erkennen.

Qualität ist käuflich

DIAMANTEN ERKENNEN

Wenn Sie einen Diamanten besitzen, dann halten Sie es hoffentlich nicht mit Marilyn Monroe und bezeichnen ihn als Ihren besten Freund. Vielleicht als Ihren ältesten, denn selbst junge Diamanten sind mehrere Millionen Jahre alt. Ein treuer Begleiter ist er auch, denn seine Schönheit ist über jede Mode und jeden Zeitgeist erhaben. Außerdem ist er leicht zu transportieren und wird weltweit gleich bewertet.

Er ist also auch noch ein Freund, mit dem man gut verreisen, durchbrennen oder auswandern kann. Abgesehen davon, dass der wirklich beste Freund aktiver und unterhaltsamer sein sollte als kristallisierter Kohlenstoff, kann man schon sagen, dass Frauen und Diamanten sehr gut zusammenpassen. Sogar einen Kosenamen geben ihm einige, nämlich Bling Bling, was lautmalerisch schön funkelt und deshalb gut in Songtexte passt.

Für zurückhaltende Eleganz steht Bling Bling allerdings nicht, denn nicht nur der einzig wahre Diamant darf so genannt werden, sondern jede Art von teuren Dingen, die glänzen. Auch verchromte Felgen.

Harter Stoff

Zu etwas Besonderem macht den Diamanten nicht nur sein Aussehen, das vor der Bearbeitung übrigens recht unspektakulär ist. Der Diamant ist auch das härteste bekannte Mineral. Seine Schleifhärte ist 140- mal höher als die auf der Mohs'schen Härteskala folgenden Steine Rubin und Saphir. Er hat mit 10 Punkten die höchste Punktzahl, und kein anderes Material kann ihn ritzen. Deshalb werden Diamanten auch mit Diamanten geschliffen.

Theoretische Laientricks

Ritztest Ein Echtheitstest ohne Fachmann wird zwar nicht empfohlen, ist aber theoretisch möglich, indem man versucht, den Stein mit einem Kupferstift zu ritzen. Ein echter Diamant würde den Angriff theoretisch unzerkratzt überstehen. Ein Diamant ist jedoch nicht unzerstörbar, und das verweist wieder auf Profiarbeit, denn bei unsachgemäßer Behandlung kann er zerspringen, weil sehr hart auch immer sehr spröde bedeutet.

Fetttest Bei der Förderung von Diamanten macht man sich ihre Adhäsion (Haftungsfähigkeit) an Fett zunutze. Das Geröll gelangt auf gefettete Bänder, wertlose Stücke werden später weggespült, die Diamanten bleiben dagegen am Fett haften. Für den Test im Hausgebrauch bedeutet das, dass ein echter Diamant, den man mit Fett bestreicht und gegen einen Spiegel drückt, sich dort festsaugt. Dies ist allerdings nur ein Test für einen Stein ohne Fassung.

Ahnung haben

Experimentfreudige Frauen mit Ahnung von Physik und Geologie könnten ihre Steine anhand der elektrischen Leitfähigkeit, der Wärmeleitfähigkeit, der Lichtbrechung und anderer Faktoren von künstlichen Diamanten oder anderen Edelsteinen unterscheiden. Was aber aufwendiger wäre als ein Gang zum Juwelier.

Prüfen lassen

Sicherheit bieten kann Ihnen erst Ihr Juwelier, der zwar häufig Prüfgeräte in seinem Geschäft hat, sich aber die hundertprozentige Antwort in einem Prüflabor einholen wird. In Deutschland wird er den Stein nach Idar-Oberstein schicken, der Hauptstadt der deutschen Edelstein- und Diamantenindustrie.

4 C Den Wert eines Diamanten kann nur ein Experte bestimmen. Anhand der berühmten 4 C: Carat • Clarity (Reinheit) • Colour (Farbe) • Cut (Schliff).

1. Carat Der Wert eines Diamanten steigt mit seinem Gewicht, und das wird in Carat (Abk. ct) angegeben, das man immer mit C schreibt, wenn es um Diamanten geht. Bei Gold benutzt man die Schreibweise mit K. Ein Carat entspricht 0,2 Gramm. So viel wiegt ein Samen des Johannisbrotbaums, der früher als Wägeeinheit benutzt wurde. Darauf kam man, weil Johannisbrotsamen für ein Naturprodukt ein erstaunlich konstantes Gewicht aufweisen.

2. Clarity • Reinheit Bei der Reinheit geht es darum, dass der Wert steigt, wenn möglichst keine Einschlüsse zu sehen sind. Im Gegensatz zum Bernstein, bei dem es gewünscht ist, ein kleines Fossil mit bloßem Auge erkennen zu können, handelt es sich bei den Einschlüssen in Diamanten um winzige Partikel anderer Mineralien (meist Silikatmineralien), die unter dem großen Druck während der Entstehung in den Stein gelangten.Wenn bei einer zehnfachen Vergrößerung keine Einschlüsse sichtbar sind, gilt der Diamant als lupenrein. If - internal flawless (lupenrein): Vvsi 1, vvsi 2 = very, very small inclusions (sehr, sehr kleine Einschlüsse) • Vsi 1, vsi 2 = very small inclusions (sehr kleine Einschlüsse) • Si 1, si 2 = small inclusions (kleine Einschlüsse) • Pique 1 = Einschlüsse, die man schwierig mit bloßem Auge erkennt • Pique 2 = Einschlüsse, die man gut mit bloßem Auge erkennt • Pique 3 = Einschlüsse, die man sofort mit bloßem Auge erkennt.

3. Colour • Farbe Bei den nichtbunten Diamanten gilt die absolute Farblosigkeit als begehrtester Ton. Die Tabelle reicht bis hin zur schlichten Bezeichnung yellow für gelbe Steine: River+ = Hochfeines Weiß+ • River = Hochfeines Weiß • Top Wesselton+ = Feines Weiß+ • Top Wesselton = Feines Weiß • Wesselton = Weiß • Top Crystal = Leicht getöntes Weiß • Crystal = Getöntes Weiß • Top Cape = Getönt 1 • Cape = Getönt 2 • Light Yellow = Getönt 3 • Yellow = Getönt 4

Früher wurde die Farbe bestimmt, indem man den Diamanten auf weißes Papier legte und unter dem Nordhimmel betrachtete. Der Unterschied zur Farbe des Papiers galt dabei als der entscheidende Parameter. Heute erfolgt die Farbbestimmung mit speziellen Tageslichtlampen. Die Feststellung der Farbe ist nach wie vor weniger präzise als die der anderen drei C-Bewertungskriterien. Fancy Diamonds: Bei den so genannten Fancy-Colour-Diamanten dagegen ist die intensive Färbung gewünscht, weil die kräftigen Nuancen sehr viel seltener sind als weiße oder getönte Diamanten.

Bei farbigen Diamanten spielt deshalb auch die Reinheit keine Rolle. Ebenso wenig natürlich bei schwarzen Diamanten, die eine ganz andere Schönheit haben, und bei denen Einschlüsse sowieso nicht sichtbar sind. Die gewünschten Farben haben dann auch so schöne Namen wie Goldorange, Lemon, Noir / Black, Schoko oder Electric-Blue.

4. Cut • Schliff Dem C-Bewertungskriterium Nummer vier, dem Cut oder Schliff, gehen das Markieren, Spalten, Sägen und Rundieren voran. Anschließend wird poliert. Der Diamantenschleifer arbeitet mit einem Wunder der Natur, deshalb kann es auch bei allerbester Arbeit zu einem weniger glanzvollen Schliff kommen, wenn der Rohdiamant nicht die richtigen Bedingungen mitbringt.

Anhand der Form des Rohdiamanten entscheidet der Schleifer, welchen Schliff er wählt und stellt viele Berechnungen an, um ein Optimum an Schönheit zu erhalten. Auch die Einschlüsse spielen bei seinen Berechnungen eine Rolle, denn an diesen Stellen kann der Diamant brechen. Die einfallenden Lichtstrahlen werden durch die Facettierung des Steins so geleitet, dass eine optimale Reflektion entsteht. Die Facetten wirken hierbei wie Spiegel. Die Brillanz oder Strahlkraft bezeichnet man als "Feuer" des Steins.

Beim Schliff wird in vier Qualitätsstufen unterteilt, bei denen es um die Strahlkraft und die perfekten Proportionen geht:

Sehr gut (very good) = Hervorragende Brillanz • Gut (good) = Gute Brillanz • Mittel (medium) = Brillanz gemindert • Gering (poor) = Brillanz erheblich gemindert.

Der Brillant

Dem achtsymmetrisch rund geschliffenen Diamantkristall wird die höchste Strahlkraft, also Brillanz zugeordnet. Nur die runde Schliffform mit mindestens 32 Facetten und der Tafel oben und mindestens 24 Facetten im unteren Teil darf als Brillant bezeichnet werden. Der Brillant hinterlässt von allen Schliffen den stärksten Eindruck, weshalb in der Umgangssprache auch Brillanten mit Diamanten gleichgesetzt werden. Nicht jeder Diamant ist ein Brillant, aber jeder Brillant ist ein Diamant.

Das fünfte C

Das C Nummer fünf steht für conflict oder sollte das certificate sein. Damit ist gemeint, dass unbedingt die Herkunft des Diamanten nachgewiesen werden muss, da der Begriff "Blutdiamanten" für Steine, mit denen Bürgerkriege finanziert werden, mittlerweile überall bekannt ist und bei aller Liebe zum Luxus sehr ernst genommen wird. Seit einiger Zeit werden Diamanten auch durch Laser direkt mit Prüfnummern versehen, da sie fälschungssicherer sind als andere Zertifikate.

Kaufempfehlung

Wenn Sie demnächst einen großen materiellen Wunsch frei haben und Schmuck bei Ihnen ganz oben auf der Liste steht, kaufen oder wünschen Sie sich einen möglichst schweren Brillanten, flawless, very good geschliffen, in hochfeinem Weiß+ oder einer sehr seltenen fancy colour.

Die Texte sind der Ausgabe "Eine Frau, ein Buch" von Heike Blümner und Jacqueline Thomae entnommen, erschienen bei Süddeutsche Zeitung Edition. Preis: 19,90 Euro

Bestens informiert mit SZ Plus – 14 Tage kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.562903
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
sueddeutsche.de/age
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.