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Ein Anruf bei ... .:.. der neuen Arschbombenweltmeisterin

Eine 16-Jährige hat bei der Arschbombenweltmeisterschaft in Sindelfingen dieses Jahr gleich drei Titel gewonnen. Worauf es dabei ankommt.

Lisa Patzak beim Ankersprung kurz vor einem mächtigen Platscher

(Foto: privat)

SZ: Herzlichen Glückwunsch! Du hast beim Wettkampf ziemlich abgeräumt. Worauf kommt es an?

Lisa Patzak: Die Jury schaut auf die gesamte Performance. Wie selbstbewusst springt die Person vom Brett? Wie gut hält sie die Spannung? Ich springe mit zwei verschiedenen Techniken. Erst den Anker: ein Bein anwinkeln, das andere durchstrecken und ein bisschen mit dem gesamten Körper nach hinten. Oder den Reißer: Arme überkreuzt vor dem Oberkörper und ein bisschen nach hinten lehnen. Dann lasse ich mich einfach fallen, bis ich ins Wasser platsche - am besten im richtigen Winkel. Hier schaut die Jury noch einmal genau, wie der Körper auf die Wasseroberfläche trifft.

Hohe Spritzer - sind die nicht auch wichtig?

Für die Weltmeisterschaft nicht. Aber wer's mag: Nach dem Eintauchen noch einmal kräftig mit den Armen unter Wasser rudern. Das lässt die Wasserfontäne höher aufsteigen.

Du bist jetzt Weltmeisterin in den Disziplinen Arschbombe, Synchronspringen und Bester Trick. Wie geht es jetzt weiter?

Ich bin jetzt in der Nationalmannschaft. Eigentlich will ich später mal lieber Jura studieren, aber man weiß ja nie, was sich ergibt. Bis dahin übe ich an meinem dreifachen Rückwärtssalto vom 10-Meter-Brett. Vor dem Absprung habe ich allerdings schon ein bisschen mehr Respekt.

Finale der 'Arschbomben-Weltmeisterschaft'

Beim Freibadplatscher kommt es vor allem darauf an, Rumstehende vollzuspritzen. Bei der WM im Splashdiving, wie die Arschbombe offiziell heißt, ist es die Gesamtperformance, die zählt.

(Foto: Christoph Schmidt / dpa)