Die Aktivistinnen und Aktivisten - zum Beispiel Stevie Schmiedel

Im Feminismus gibt es so viele verschiedene Themen, dass sich manche sinnvollerweise auf eines konzentrieren. Stevie Schmiedel von Pinkstinks (im Bild) zum Beispiel setzt sich mit ihrer Organisation vor allem für geschlechtergerechtes Spielzeug und gegen sexistische Werbung ein. Almut Schnerring (Autorin des Buches "Die Rosa-Hellblau-Falle") hat ein ähnliches Anliegen und ist außerdem die (Mit-)Initiatorin des Equal Care Day. So will sie dem Thema der Fürsorgearbeit mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Das Ziel von Kristina Lunz ist es, nackte Frauen aus der Bild-Zeitung zu verbannen (#stopbildsexism). Die Zusammenhänge zwischen Rassismus und Sexismus sind Kübra Gümüşay ein Anliegen. Sie ist daher an den Hashtag-Kampagnen #schauhin und #ausnahmslos führend beteiligt. Die Rapperin Sookee engagiert sich gegen Heteronormativität im Hip Hop und das Autorenduo Herr und Speer (bestehend aus Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer) setzt sich für Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit in Europa ein. In der Zeit schrieben sie eine empfehlenswerte Feminismus-Anleitung für Männer.

Doch das sind nur Beispiele. Die feministische Szene in Deutschland ist vielfältig und aktiv, es gibt Blogs, Kampagnen und Arbeitsgruppen - zu so gut wie jedem vorstellbaren Thema. Völlig uneinig ist sich die feministische Szene zum Beispiel beim Thema Prostitution. Während das Netzwerk Stop Sexkauf sich für ein Prostitutionsverbot nach schwedischem Vorbild einsetzt, setzen sich andere für Selbstbestimmung und Destigmatisierung von Sexarbeiterinnen ein. Als Feministinnen bezeichnen sich beide Seiten.

Bild: Yvonne Schmedemann 26. April 2016, 07:402016-04-26 07:40:55 © SZ.de/bavo/anri/cat