SZ: Frau Geipel, seit Monaten durchsucht halb Deutschland die online zugängliche NSDAP-Mitgliederkartei, um mehr über die Rolle der eigenen Großeltern und Urgroßeltern während der NS-Diktatur zu erfahren. Ist das eine neue Form der Aufarbeitung – oder mit dem Abstand von 80 Jahren mehr eine Art Gesellschaftsspiel?
NSDAP-Mitgliederkartei„Wie viel Schmerz und Leid über Jahrzehnte weggeredet wurde!“
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Beide Großväter waren in der SS, der Vater arbeitete bei der Stasi: Die frühere Spitzensportlerin und heutige Autorin Ines Geipel über das Schweigen in Familien – und die Chance, die jetzt in der NSDAP-Mitgliederkartei liegt.
Interview von Joachim Käppner und Mareen Linnartz
