Ob Biene Maja, Pilotin oder Häftling – die meisten Karnevalistinnen und Faschingsverrückten erkennt man ziemlich zuverlässig an ihrem Kostüm. Aber manche sind da auch ganz streng und tragen Uniform. Und zwar nicht nur die, die sich als Polizist verkleiden, sondern auch die Mitglieder der traditionellen Karnevalsvereine. Oft in bunten Farben und gerne mit allen möglichen goldenen Verzierungen. Für die, die es mit dem Spaß und dem bunten Treiben im Karneval besonders ernst meinen, gehört noch ein Kleidungsstück unbedingt dazu: eine lustige, bunte Mütze. Sie sieht ein bisschen aus wie ein Schiffchen, manchmal sind auch lange Federn dran. Narrenkappe heißt dieser Hut, und der hat eine lange Geschichte. Im Mittelalter haben Könige und Fürsten Hofnarren beschäftigt, die für die Unterhaltung zuständig waren – und die Sondererlaubnis hatten, Witze auf Kosten der Mächtigen zu machen. Schon diese mittelalterlichen Narren hatten besonders kuriose Kappen auf, mit Glöckchen oder Eselsohren zum Beispiel. Wer die Narrenkappen heute zum Fasching trägt, soll und will schließlich auch besonders frech und witzig sein. Dafür ist der Karneval ja da.
Detail der WocheNarrenkappe

Oft sind es die kleinen Dinge, die viel erzählen. Jede Woche aufs Neue. Diesmal über den Unsinn im Karneval.