Das Gewürz zur Revolution:Safran macht den Kuchen - wie?

Safranrot nennt sich die Revolution in Birma - und viele, die im Kindergarten "Backe, backe Kuchen" gesungen haben, sind verwirrt. Macht Safran nicht den Kuchen gel, also gelb?

Barbara Vorsamer

Safran macht den Kuchen gelb. Auch Risotto, Bouillabaisse und Paella bekommen von dem edlen Gewürz nicht nur einen zartbitteren Geschmack, sondern auch eine sattgelbe Farbe. Die Safranfäden selbst sind jedoch von demselben kräftigen Rot wie die Kutten der birmanischen Mönche.

Safran

Safran

(Foto: Foto: iStock)

Safran ist eines der teuersten Gewürze: Ein Gramm der gemahlenen Stempelfäden des blauvioletten Krokusses kostet vier bis 14 Euro. Das liegt daran, dass für ein Kilo Safranpulver 150.000 Blüten geerntet werden müssen - per Hand. Angebaut wird Safran vor allem in Iran und im Mittelmeerraum. Ein winziges, dafür aber berühmtes Anbaugebiet liegt im schweizerischen Dörfchen Mund.

Bei diesen Preisen ist es gut, dass weniger als 0,1 Gramm schon reichen, um ein Gericht für vier Personen zu würzen. In höheren Dosen ist Safran giftig, ab zehn Gramm können die roten Fäden tödlich sein.

Weil sich Safran so teuer verkaufen lässt, wird oft versucht, ihn zu fälschen, zum Beispiel ihn mit Kurkuma zu strecken: Ein Tipp daher: Immer Safranfäden statt Pulver kaufen.

Kein gefälschter Safran ist der Falsche Safran. Dieser Begriff ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Färberdistel, ebenfalls ein Gewürz. Aber ein billigeres.

© sueddeutsche.de
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