Corona-Lockdown:Freunde als Gegengift

Lesezeit: 2 min

Es braucht die engen Freunde, mit denen einen mehr verbindet als der Alltag. (Foto: Naomi Macavai Katocz/Unsplash)

Es ist richtig, auf viele Kontakte zu verzichten. Aber ist es auch richtig, das Leben auf Konsum und Arbeit zu beschränken? Nein. Freiheit braucht Freundschaften und wir müssen darauf achten, sie zu bewahren.

Kommentar von Kia Vahland

Im Frühjahr, während der ersten Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie, schien das Leben stillzustehen. Die Straßen waren leerer denn je, die meisten Geschäfte blieben dicht. Am Ende stellten viele fest: Der Konsum hat ihnen gar nicht so gefehlt. Das alte Sommerkleid tat es auch, und bevor man die Wohnung mit neuen Dingen füllt, kann man sie entrümpeln. Was dagegen schmerzlich fehlte, waren die Abende mit der Schulfreundin, die Kaffeerunde mit den Großeltern, das soziale Leben jenseits des eigenen Hausstands. Was Glück ist, definierten viele Wohlstandsbürger im April 2020 anders als noch im Februar.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusHendrik Streeck im Interview
:"Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen"

Der Virologe Hendrik Streeck hält den Shutdown für verfrüht und plädiert für weniger Angst im Umgang mit Sars-CoV-2. Ein Gespräch über den Schutz von Risikogruppen, "Querdenker" und Streit unter Kollegen.

Interview von Christina Berndt und Felix Hütten

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: