SZ: Frau Lotter, Sie sind Philosophin und Autorin des gerade erschienenen Buches „Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild“. Sie sagen, wir lebten in einer „Therapiekultur“, in der es normal geworden sei, sich verletzlich zu zeigen. Was meinen Sie damit genau?
Collien Fernandes„Ein Opfer hat traumatisiert, gebrochen, schwach zu sein“
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Wie schauen wir als Gesellschaft auf Opfer? Und inwiefern passt Collien Fernandes in das Muster? Ein Gespräch mit der Philosophin Maria-Sibylla Lotter.
Interview von Mareen Linnartz

Psychologie:Noch genervt oder schon getriggert?
Der Chef ist bestimmt ein Narzisst, die Beziehung der Freundin vermutlich dysfunktional und der Alltag manchmal traumatisierend: Immer mehr Menschen klingen wie Hobbytherapeuten. Was diese Pathologisierung des Alltags für Auswirkungen hat.
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