Mega-Konzerte:Alle zusammen, an diesem Ort, zu dieser Zeit

Lesezeit: 8 min

Bisher hält Elton John den Umsatzrekord für Live-Entertainment. Taylor Swift wird ihn dieses Jahr ablösen. (Foto: Christine Olsson/TT/via REUTERS)

Die Konzerte von Taylor Swift, "Coldplay" oder Adele werden zum erhebenden Massenerlebnis. Über gigantische Shows, teure Karten, unfassbaren Kommerz und ein bisschen Weltverbesserung.

Essay von David Pfeifer

Ein Messias des Pop, Coldplay-Sänger Chris Martin, brachte das Gefühl in Bangkok auf den Punkt, als er 44 000 schwitzenden und schwärmenden Zuschauern in der Nacht zurief: "Freut euch, dass wir alle zur selben Zeit, gerade hier auf der Welt sind!" Er wird diesen Satz vermutlich noch in Rom, Helsinki und München sagen, wo die Band diesen Sommer auftritt. Doch man glaubt ihm in so einem Moment, und, noch wichtiger: Man glaubt es sich selbst. Es war ein großer Zufall, dass man diesen einen Abend genau dort erleben durfte, gemeinsam mit 44 000 anderen, deren Herzen noch im Takt der Pauke hämmerten, mit der der Schlagzeuger den Coldplay-Hit "Viva la Vida" antrieb. Hindus und Muslime, aus Indien, Pakistan oder China eingeflogen, hohe und niedere Kasten, Weiße, Braune und Dunkelbraune, Schwule und Heteros. Alle lehnten sich friedlich aneinander und sangen "Look at the stars, look how they shine for you".

Zur SZ-Startseite

SZ PlusUSA
:Wer hat Angst vor Donald Trump?

Offenbar die halbe Welt. Und dennoch gibt es gute Gründe, die sechs Monate vor dem Wahltag mit etwas mehr Zuversicht anzugehen. Handreichungen zur Entzauberung des Wüterichs.

Ein Essay von Stefan Kornelius

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: