Schlager lieben mit Caroline Rosales:„Die vermeintlich heile Glitzerwelt zieht mich magisch an“

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Der schöne Schein: Die Autorin Caroline Rosales zieht es regelmäßig in die Welt des Schlagers. (Foto: Scarlett Werth)

Ihre Bücher handeln von Sexismus und Gewalt – aber insgeheim schätzt die feministische Autorin Caroline Rosales die grelle, gern als prollig verspottete Welt des Schlagers.

Von Jan Stremmel

Sie drückt die Klingel, die Tür zum Penthouse öffnet sich, und ein Hündchen springt sie kläffend an. Ungerührt streift sich Caroline Rosales die Sandalen ab und zieht Slipper an, ohne die der strenge Hausherr niemanden hineinlässt (der weiße Hochglanzboden bekommt sonst Tapser!). Hinter der Tür wartet er dann auch schon, groß und muskulös, mit strassbesetzten Bikerstiefeln, engem schwarzem Top und Sonnenbrille: Harald Glööckler. „Da bist du ja“, der Modeschöpfer gibt seiner Freundin mit dem Lockenkopf ein Luftküsschen, dann stolziert er ab ins Wohnzimmer, vorbei an goldgerahmten Ölgemälden, die ihn überlebensgroß als Sonnenkönig zeigen.

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