Sarah Browns Memoiren:Power mit Problemfrisur

Nur eine Amtszeit residierte Sarah Brown in der Downing Street. Trotzdem möchte sie über diese Zeit ihre Memoiren verfassen. Und haarsträubende Einsichten gewähren.

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Sarah und Gordon Brown

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Die Frauen der (Ex-)Premiers Großbritanniens sind sehr unterschiedlich - und sie spielen in der Öffentlichkeit eine wichtige Rolle. Eine von ihnen möchte jetzt bereits ihre Memoiren schreiben.

Ihre Freunde bezeichneten Sarah Brown immer als "ideale Politikergattin". Sie verkaufte sogar ihren Anteil an der von ihr gegründeten PR-Agentur Hobsbawm Macaulay, deren Kundenstamm vom linken Magazin New Statesman bis zur Labour Party reichte, um Gordon Brown während seiner Amtszeit als Premier den Rücken freizuhalten. Informationen über ihr Privatleben gab sie nur äußerst spärlich preis, ein Vertrauter ihres Mannes nannte dieses Vorgehen sogar "Methode Königsmutter": "Stehe über den Dingen und halte den Mund, dann wird jeder nur das Beste von dir halten."

Doch nun soll diese Verschwiegenheit ein Ende haben. Wie Brown am Sonntag ihrer Fangemeinde im Internet mitteilte, wolle sie ihre Memoiren über das Leben in der Downing Street verfassen. Mit ganz persönlichen Details.

(Foto: Getty)

Sarah Brown

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"Bin gerade mit meinem Verleger übereingekommen, ein Buch zu schreiben - und somit ab Montagmorgen an meinen Computer gekettet", schrieb die ehemalige PR-Spezialistin ihren rund eine Million Anhängern auf dem Kurzbotschaften-Dienst Twitter. In dem Buch mit dem Arbeitstitel "Hinter der Schwarzen Tür" möchte Sarah Brown unter anderem über ihre ganz persönlichen Erfahrungen beim Shoppen in Begleitung von Elite-Polizisten berichten.

Aber auch bürgernähere Themen, mit denen sich weite Teile der weiblichen Bevölkerung identifizieren können, sollen in ihrem Buch angesprochen werden.

(Foto: Getty)

Gordon Brown Addresses The Scottish Labour Conference

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Brown möchte zum Beispiel beschreiben, "wie man eine schlechtsitzende Frisur meistert, wenn Carla Bruni in der Stadt ist". Das ist ein Problem, mit dem sich auch ganz normale Frauen herumschlagen müssen. Millionen von Pariserinnen zum Beispiel, die mit Carla Bruni in einer Stadt leben. Wir dürfen also auf praktische Tipps gespannt sein.

The wife of Britain's Prime Minister Gordon Brown, Sarah, speaks before her husband's keynote speech at the Labour Party Conference, in Brighton

Quelle: ag.rtr

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Sarah Brown ist seit zehn Jahren mit Brown verheiratet, sie haben zwei Söhne. In ihrem Buch wolle sie auch beschreiben, wie es sei, eine "brillante Karriere" aufzugeben und sich in eine neue Laufbahn als internationales Sprachrohr für Hilfsorganisationen einzufühlen, sagte Browns Sprecherin. Gleichzeitig gehe es um ihre Rolle als Mutter in der Downing Street "zwischen Theateraufführungen in der Schule und Staatsbesuchen".

Als Vorbild auf einem anderen Gebiet gilt hingegen Browns Nachfolgerin, die Ehefrau des neuen Premiers David Camerons.

Samantha Camero

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Samantha Cameron ist kreativ, selbständig und hat Klasse - und das kommt nicht von ungefähr: Die unter dem Namen Samantha Gwendoline Sheffield geborene Britin ist die Tochter eines Baronets, der von König Charles II. abstammen soll. Als solche genoss sie die allerbeste Ausbildung und ist heute Kreativchefin der Londoner Schreibwaren-Nobelmarke Smythson. Das Hochglanzmagazin Tatler bescheinigte Cameron einen "unsterblichen englischen Stil."

Foto: Getty

Samantha Camero

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Die Camerons haben eine sechsjährige Tochter und einen dreijährigen Sohn. Ihr erstes Kind, Ivan Reginald Ian, starb im vergangen Jahr im Alter von nicht einmal sieben Jahren. Er war mit Kinderlähmung und einer seltenen Form von Epilepsie auf die Welt gekommen.

Cameron hat sich eine Auszeit in ihrem Beruf genommen um ihren Mann im Wahlkampf zu unterstützen. Zweimal pro Woche will sie mindestens gemeinsam mit ihm auftreten.

In einem Interview sagte sie kürzlich: "Für mich persönlich ist es eine große Ehre, alles zu tun um meinen Mann zu unterstützen und sicherzustellen dass er seine Aufgabe bestmöglich ausführen kann." Dabei ließ sie jedoch keinen Zweifel daran, auch bei einem Umzug in die Downing Street weiter in ihrem Beruf arbeiten zu wollen.

Von ihrem möglichen zukünftigen Wohnort und der Rolle als First Lady ist die gebürtige Londonerin nicht besonders angetan: Einem früheren Nachbarn, der ihr prophezeite, bald in die Downing Street einzuziehen, hat sie wenig stilsicher geantwortet: "I fucking hope not." Doch wenn, so gilt als sicher, dass Cameron das Modeniveau anheben wird.

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Cherie Blair

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Als stilistisch unsicherer galt hingegen Sarah Browns Vorgängerin Cherie Blair. Die extravagenten Kreationen der Ehefrau des ehemaligen britischen Ministerpräsidenten Tony Blair sorgten regelmäßig für Aufsehen. Die Skala reicht dabei von Erheiterung über Erstaunen bis zu einer gewissen Rührung.

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Cherie Blair

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In jedem Fall erfordert das Tragen solcher Gewänder: eine gehörige Portion Selbsbewusstsein. Doch daran mangelt es Blair nicht: Für die vierfache Mutter war der Premierministersessel ihres Mannes kein Grund, ihre Karriere als Anwältin ruhen zu lassen.

(Foto: dpa) (Text: seng/leja/bilu/bavo)

© sueddeutsche.de
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