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(Foto: Andrew Caballero-Reynolds/AFP)

Ehemalige First Ladys auf der Trauerfeier für Rosalynn Carter in Atlanta, USA, 28. November 2023.

Von Peter Burghardt

Vier Frauen betreten nacheinander die Kirche in Atlanta, in der am Dienstag die Trauerfeier für Rosalynn Carter stattfand, die Frau des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter. Sie wurde 96 Jahre alt und starb in dem Hospiz, in dem ihr 99-jähriger Mann noch lebt. Die vier Frauen auf dem Bild waren jede für sich auch mal First Lady gewesen, und sie halten sich hier exakt an die Chronologie. Vorne Melania Trump, verheiratet mit dem vormaligen Präsidenten Donald Trump, derzeit eher selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Dahinter erst Michelle Obama, mit Barack Obama zwischen 2009 und 2017 im Weißen Haus wohnhaft. Dann Laura Bush, an der Seite von George W. Bush von 2001 bis 2009 dort lebend. Hinten Hillary Clinton, die mit Bill Clinton 1993 einzog und 2001 wieder auszog. Sie symbolisieren vier Phasen Amerikas, von Clintons Affären über Bushs Kriege und dem Yes, we can der Obamas bis zum Wahnsinn Trumps, der sich 2025 fortsetzen könnte. Jill Biden, die aktuelle First Lady, war mit Präsident Joe Biden auch da, ist auf dem Foto aber nicht zu sehen. Hillary Clinton wäre gerne als Präsidentin an die Pennsylvania Avenue zurückgekehrt, Trump kam dazwischen. Von Michelle Obama im Oval Office träumen Romantiker, es wird wohl ein Traum bleiben. Aber sie alle haben von Rosalynn Carter gelernt, als oberste Amerikanerin mindestens ein bisschen mitzuregieren.

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