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(Foto: Timothy A. Clary/AFP)

Ivanka Trump vor dem State Supreme Court in New York, USA, 8. November 2023.

Von Fabian Fellmann

Nein, die adrett gekleidete, perfekt geschminkte Dame ist weder Schauspielerin noch Model noch Politikerin. Sie ist die Tochter des Anführers einer mutmaßlich verbrecherischen Familie, selbst nur knapp einer Anklage entronnen, auf dem Weg in den Gerichtssaal in New York. Vor dem Obersten Gericht des US-Bundesstaats hatten in den Tagen zuvor fast alle anderen Familienmitglieder ausgesagt. Der Vater und zwei Söhne werden beschuldigt, den Wert von Bürotürmen und Hotelanlagen aufgebläht zu haben, um billige Millionenkredite zu erschleichen. Lautstark hatten sich die Söhne und der 77-jährige Vater im Gericht über die Justiz beklagt, über eine angebliche "Hexenjagd". Ganz anders die Tochter, die ihre Zeugenaussage mit so leiser Stimme abgab, dass der Richter sie aufforderte, lauter zu sprechen. Nein, sie habe nichts gewusst von überhöhten Schätzungen. Nein, sie erinnere sich nicht an einzelne Finanzunterlagen. Die Staatsanwältin will belegen, dass der Vater und seine Kinder gezielt vorgingen. Schon in einem Zwischenentscheid hatte der Richter befunden, dass zahlreiche Dokumente betrügerische Zahlen enthalten und das Firmengeflecht der Angeklagten dafür haften werde. Während die Familie vor Gericht saß, zeigten Umfragen zu den Präsidentschaftswahlen in einem Jahr, dass Donald Trump in einigen wohl entscheidenden Bundesstaaten vor Joe Biden liegt.

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