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(Foto: Victoria Jones/picture alliance/empics)

Promi-Doubles protestieren gegen die Sperrung ihrer Meta-Konten, London, 27. Juni 2023

Von Friederike Zoe Grasshoff

Dass Zeit gnadenlos vergeht, ist ein Missverständnis. Wenn man will, bleibt sie stehen. Zum Beispiel im Jahr 1986, als Freddie Mercury in seiner ikonischen gelben Militärjacke mit Queen im Wembley Stadion auftrat. Oder - anders gelagerter Fall von Ikonenhaftigkeit - 2001, Britney Spears sang bei den MTV Video Music Awards "I'm a Slave 4 U", um den Hals eine echte Königspython, um den Leib ein grünes Dschungelsklaven-Top. Lange her, aber damit nicht unbedingt vorbei. Promi-Doubles leben von der Illusion, dass man die Zeit anhalten, zurückholen kann. Zu besichtigen auf Firmenfeiern mit Freibier, Auto-Messen ohne Verbrennerskepsis sowie auf Goldenen Hochzeiten und runden Geburtstagen. Am vergangenen Dienstag trafen sich die Doppelgänger von Freddie Mercury, George Michael, Britney Spears und Dolly Parton ganz woanders, vor dem Sitz des Meta-Konzerns nahe dem Londoner Bahnhof King' Cross, die Doubles der Sängerinnen Adele und Taylor Swift waren auch da, sind aber nicht im Bild. Gemeinsam protestierten sie dagegen, dass manche ihrer Facebook- und Instagram-Profile schon vor Monaten von den Plattformen entfernt worden waren, da sie gegen die Community-Standards verstoßen. Diese sehen vor, dass keine Konten zugelassen sind, die eine Person, eine Marke oder ein Unternehmen imitieren oder fälschlicherweise darstellen. Keine guten Zeiten für Doppelgänger.

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