BewegungsarmutKindern Beine machen

Kinder können in Windeseile Handynachrichten tippen und im Internet surfen. Aber eine Rolle vorwärts fällt vielen schwer. Gegen die Unbeweglichkeit der Kleinen lässt sich etwas tun.

Sprinten, hüpfen, Eierlaufen - Kindern fällt das zunehmend schwer. Dafür können sie in Windeseile Handynachrichten tippen und im Internet surfen. Sie gewinnen im virtuellen Autorennen und gegen digitale Tennisspieler. Doch im Sportunterricht hinken viele hinterher.

Frank Bauer, ausgebildeter Fitness- und Ernährungstrainer, arbeitet mit Kindern, die eine Mango nicht von einer Avocado unterscheiden können und für die eine Rolle rückwärts eine unmögliche akrobatische Leistung ist.

Bauer will etwas gegen die Bewegungsarmut von Kindern tun und hat ein Buch herausgegeben, das Familien Anleitung bieten soll, wie man im Alltag spielerisch die Motorik schult. In "Family Training" schlägt er Übungen vor wie "Abgedreht", bei der sich die Kinder im Wettstreit so oft wie möglich um die eigene Achse drehen und rechtzeitig den aufgestellten Besen auffangen, ehe er umfällt. Was einfach klingt, müssen Kinder oftmals erst lernen, sagt Bauer.

2. Dezember 2008, 11:462008-12-02 11:46:00 ©