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Bevölkerungsentwicklung:"Altern" als gesellschaftliches Thema

Am Beispiel des Studiums zeigt sich auch, wie wichtig das Thema "Altern" in der Gesellschaft noch werden wird. Bislang gibt es einige Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, die traditionell den Jungen vorbehalten sind: Die Hochschule gehört dazu. Aber auch das ändert sich. Die Alten und das Altern sind plötzlich präsent, und das nicht nur, weil die über 60-Jährigen schon jetzt etwa die Hälfte der bundesweit etwa 40.000 Gasthörer stellen, mit steigender Tendenz. Die Hochschulen beginnen, mit der alternden Gesellschaft ein neues Gebiet für sich zu erschließen.

Erste Schritte sind bereits gemacht, neue Studiengänge werden angeboten. Im Master-Studiengang Demografie an der Universität Rostock, die mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung zusammenarbeitet, beschäftigen sich Studierende seit vier Jahren zum Beispiel mit "Erwerbstätigkeit und Gesundheit". An der TU Dortmund gibt es seit 2010 sogar einen Master "Alternde Gesellschaften", in dem es ebenso um die Psychologie des Alterns geht wie um Altern in der Arbeitswelt oder Solidarität.

So hält die alternde Gesellschaft Einzug in die Universitäten - und sie dürfte als Thema in absehbarer Zeit noch wichtiger werden. Was die wissenschaftliche Ausbildung, aber auch was neue Berufsfelder angeht.