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Bevölkerung - Erfurt:Geringerer Zuzug von Ausländern nach Thüringen

Erfurt (dpa/th) - Erstmals seit 2011 ist im vergangenen Jahr die Zahl der neu nach Thüringen zugezogenen Ausländer nicht mehr im zweistelligen Prozentbereich gestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik am Montag in Erfurt mit. 2018 kamen demnach 7830 Menschen mit ausländischen Wurzeln ins Land, was einem Zuwachs von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Insgesamt lebten zum Stichtag 31. Dezember genau 108 785 Ausländer in Thüringen. Gründe für den Rückgang bei den Zuzugszahlen wurden nicht genannt.

Europäer machten mit gut 56 000 oder einem Anteil von 51,8 Prozent das größte Ausländer-Kontingent aus. Gut 40 000 davon kamen aus einem EU-Land, der Rest aus Nicht-EU-Ländern; 38,5 Prozent oder fast 42 000 der in Thüringen lebenden Ausländer stammten aus Asien, 6300 oder 5,8 Prozent aus Afrika. Größte Einzelgruppe waren mit etwa 16 000 oder 14,9 Prozent die Syrer, gefolgt von gut 11 000 Polen (10,6 Prozent).

Den höchsten Ausländeranteil gab es mit 18 075 Nichtdeutschen in Erfurt, gefolgt von Jena mit 11 195 und dem Landkreis Gotha mit 8730. Die wenigsten Ausländer lebten den Angaben zufolge im Landkreis Sömmerda mit 1885, gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis (2190) und dem Landkreis Hildburghausen (2210). Das Durchschnittsalter der im Land lebenden Ausländer lag bei 30,8 Jahren.